Solarhersteller
Phoenix Solar sagt Verlust voraus

Der Solartechnikhersteller Phoenix Solar steht vor einem schlechten Jahr. Die Hoffnung, dass schlechte erste Halbjahr noch auszugleichen hat der Vorstand nun begraben und einen Verlust über 40 Millionen Euro angekündigt.
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FrankfurtDie Solartechnikfirma Phoenix Solar erwartet wegen des ungebrochenen Preisverfalls bei Solarmodulen im laufenden Jahr einen hohen Verlust. Phoenix gehe nun von einem operativen Verlust (Ebit) von 42 bis 49 Millionen Euro aus, teilte das Unternehmen aus dem bayerischen Sulzemoos am Dienstagabend mit. Eine konkrete Ergebnisprognose hat der Vorstand bislang nicht veröffentlicht.

Zwar hatte die Firma, die im ersten Halbjahr einen operativen Verlust von 26,3 (Vorjahreszeitraum: plus 27) Millionen Euro angehäuft hatte, ihren Anlegern wenig Hoffung auf schwarze Zahlen 2011 gemacht. Noch vor einem Monat hatte Vorstandschef Andreas Hänel aber noch auf eine Jahresendrally gesetzt und war davon ausgegangen, dass der Markt in den nächsten Wochen anspringt.

Dass kann der Vorstand nun abhaken. Hauptgrund für die hohen Verluste seien Lagerbestandabwertungen wegen des Preisverfalls bei Solarmodulen. Die Marktbelebung, vor allem in Deutschland sei schwächer als erwartet. „Darüber hinaus ist die erwartete Jahresendrallye zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar“, musste der Vorstand einräumen. Er rechnet nun mit einem Umsatzeinbruch auf 350 bis 400 (Vorjahr: 636) Millionen Euro, nachdem zuvor nur ein leichter Rückgang erwartet worden war.

Phoenix Solar will nun gegensteuern. „Derzeit arbeitet der Vorstand an einer Anpassung des Geschäftsmodells sowie an der Identifikation weiterer Kostensenkungspotenziale mit dem Ziel, im Geschäftsjahr 2012 wieder die Gewinnzone zu erreichen“, hieß es. Kurzfristige Kostensenkungsmaßnahmen seien bereits eingeleitet worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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