Solarindustrie
Schott Solar setzt auf US-Geschäft

Schott Solar expandiert in den USA: Das Solarunternehmen hat im US-Bundesstaat New Mexico eine mehr als 100 Mio. US-Dollar teure Fertigungsstätte für Solartechnologien offiziell in Betrieb genommen.

HB ALBUQUERQUE. In der Anlage in Albuquerque werden Photovoltaik-Module und bestimmte Bauteile für solarthermische Kraftwerke - sogenannte Receiver - produziert. Damit entstehen zunächst 350 neue Arbeitsplätze, wie die Tochter des Mainzer Spezialglasherstellers Schott am Dienstag mitteilte.

Weil Schott wegen des wachsenden Marktes für erneuerbare Energien in den USA mit einer zunehmenden Nachfrage nach solaren Technologien rechnet, ist die Anlage auf Erweiterung ausgelegt: Langfristige Pläne sehen eine Ausdehnung der Produktionsfläche und eine Steigerung der Mitarbeiterzahl auf 1500 vor. Die Investitionen dafür betragen nahezu 500 Mio. Euro. Hoffnungen setzt Schott insbesondere auf die Pläne des neuen US-Präsidenten Barack Obama, den Anteil der erneuerbaren Energien in den USA auszuweiten.

Die neue Anlage ist laut Schott die weltweit erste Produktionsstätte, in der sowohl Photovoltaik-Module als auch "Receiver" für solarthermische Kraftwerke gefertigt werden. Receiver gelten als Herzstück der solarthermischen Kraftwerkstechnologie. Das ist ein vier Meter langes Stahlrohr in einer Glashülle, das die Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt: In dem Stahlrohr befindet sich ein Spezialöl, das von der Sonne auf etwa 400 Grad erhitzt wird. Es fließt zu einem Wärmetauscher, mit dessen Hilfe Dampf erzeugt wird, der die Turbine eines Stromgenerators antreibt.

"Schott solar hat das große Potenzial für Solarenergie in den USA und speziell in New Mexico erkannt", sagte der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, laut Mitteilung bei der Eröffnung. "Diese Anlage ist ein Beleg dafür, dass kluge Politik Arbeitsplätze schaffen und Investitionen anregen kann." Schott festige damit seine Position bei Technologien, die diese Energiequelle nutzten.

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