Solarindustrie
Schwaches Halbjahr für Solarfirmen

Wegbrechende Auslandsgeschäfte haben der Bosch-Solartochter Ersol im ersten Halbjahr Verluste beschert. In den ersten sechs Monaten gingen die Erlöse um 44 Prozent auf 73 Millionen Euro zurück. Auch der Solartechnik-Hersteller SMA blieb unter den Vorjahreswerten - hält aber im Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung für möglich.

HB DÜSSELDORF. Wegbrechende Auslandsgeschäfte haben der Bosch-Solartochter Ersol im ersten Halbjahr Verluste beschert. Von einer Trendwende am Photovoltaikmarkt sei bei Ersol nichts spürbar, teilte die Firma am Freitag in Erfurt mit. Daher bekräftigte der Vorstand, dass auch im Gesamtjahr ein operativer Verlust anfallen werde. Der Umsatz werde unter 300 Mio. Euro liegen. 2008 hatte Ersol noch 70,7 Mio. Euro operativ verdient bei einem Umsatz von 309 Mio. Euro.

In den ersten sechs Monaten gingen die Erlöse um 44 Prozent auf 73 Mio. Euro zurück. Dabei sackte der Auslandsanteil am Gesamtumsatz um 55,4 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent. Die Geschäfte in Spanien kamen beinahe völlig zum Erliegen. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel ein Minus von 10,6 Mio. Euro an nach einem Gewin von 22,4 Mio. vor Jahresfrist. Allein im zweiten Quartal sei ein negatives Ebit von 13,7 Mio. Euro angefallen.

Der Solartechnik-Hersteller SMA Solar rechnet mit einem deutlichen Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte und hält im Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung für möglich. Die Erlöse sollen 2009 zwischen 680 bis 730 Mio. Euro liegen, wie die TecDax-Gesellschaft am Freitag in Niestetal bei Kassel mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von 681,6 Mio. Euro erzielt.

Im ersten Halbjahr lag der Erlös wegen der schwachen Entwicklung der gesamten Solarbranche mit 247,1 Mio. Euro noch rund 45 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. SMA rechnet allerdings im laufenden Jahr mit einer sinkenden Profitiabilität. Der Vorstand prognostizierte eine Ebit-Marge von 18 bis 20 Prozent, nach 24,6 Prozent im Vorjahr.

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