Solarkonzern
Conergy baut weiter um

Der Umbau des Solarkonzerns Conergy geht weiter: Der Solarkonzern verkauft sein Windgeschäft. Im Ringen um die Refinanzierung zeichnet sich aber keine Lösung ab.
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FRANKFURT. Der Umbau des Solarkonzerns Conergy geht weiter. Die Investmentfirma Impax Asset übernimmt das Windprojektgeschäft in Deutschland und Frankreich, wie das Hamburger Unternehmen gestern mitteilte. Die vor knapp drei Jahren eingeläutete Fokussierung auf das Kerngeschäft Solarenergie ist damit weitgehend abgeschlossen.

Im Bestand der Conergy-Tochter Epuron, zu der die Windparks in Frankreich und Deutschland gehörten, verbleiben nur Windprojekte in Australien und Bioenergie-Aktivitäten. Diese sollen zu einem späteren Zeitpunkt verkauft werden.

Der Schwerpunkt von Epuron liegt in Europa. Impax Asset übernehme rund 80 Prozent der Aktivitäten der Tochtergesellschaft, sagte ein Conergy-Sprecher. Dazu zählen im Bau befindliche Windparks sowie eine Projektpipeline von 380 Megawatt.

Zum Verkaufspreis machten die Unternehmen keine Angaben, allerdings dürfte dieser nicht sehr hoch sein. Wesentlich für Conergy ist, dass mit dem Verkauf von weiteren Teilen der Epuron ein Verlustbringer aus der Bilanz verschwindet. DIe Tochter kam im bisherigen Jahresverlauf auf einen Umsatz von 11,7 Millionen Euro und einen Verlust von 5,8 Millionen Euro.

Die Abwicklung von Epuron kann Finanzvorstand Sebastian Biedenkopf als Erfolg verbuchen, entscheidend für die Zukunft von Conergy sind aber die Gespräche mit den Banken über eine neue Finanzierung. Und da sind die Fronten zwischen den Hedge-Fonds und den Banken um Großaktionär Commerzbank verhärtet.

Die Hedge-Fonds York Capital und Sothic wollen die Schulden in Conergy-Aktien umwandeln, zugleich sollen die Gläubiger auf einen Teil ihrer Kredite verzichten. Die Banken sperren sich laut Finanzkreisen aber gegen einen zu großen Abschlag. Betroffen von einem hohen Forderungsverzicht wäre vor allem die Commerzbank, die größter Kreditgeber und mit 29 Prozent Hauptaktionär ist. Die Bank lehnte einen Kommentar dazu ab.

Hans G. Nagl
Hans G. Nagl
Handelsblatt / Senior Financial Correspondent

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