Industrie

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Solarkonzern: Conergy gerät wieder in finanzielle Schieflage

Der angeschlagene Solarkonzern Conergy hat erneut mit einer finanziellen Zwangslage zu kämpfen. Grund dafür seien der Geschäftsverlauf und eine Einmalbelastung aus der Vertragsauflösung mit dem US-Waferhersteller MEMC.

Das Werk der Conergy AG, aufgenommen in Frankfurt/Oder. Quelle: dapd
Das Werk der Conergy AG, aufgenommen in Frankfurt/Oder. Quelle: dapd

BerlinZum zweiten Mal innerhalb von fast zwei Jahren wurde beim Solarkonzern Conergy das Grundkapital von 160 Millionen Euro um mehr als die Hälfte aufgezehrt, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Das Eigenkapital sei zum 30. September auf 72 Millionen Euro gesunken.

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Grund dafür seien der Geschäftsverlauf und eine Einmalbelastung aus der Vertragsauflösung mit dem US-Waferhersteller MEMC. Daher werde der Vorstand in den nächsten Tagen pflichtgemäß eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dies habe aber keine Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb. Es seien auch keine Kapitalmaßnahmen geplant, erklärte Vorstandschef Philip Comberg.

Vereinbarung mit MEMC Conergy kauft sich aus Liefervertrag frei

In den Boom-Jahren der Solarbranche waren Zellenhersteller bereit, fast jeden Preis für Silizium-Wafer zu zahlen und schlossen langfristige Verträge. Im Abschwung rächt sich das und kommt etwa Conergy teuer zu stehen.

Vereinbarung mit MEMC: Conergy kauft sich aus Liefervertrag frei

Eigentlich wollte Comberg in diesem Jahr operativ wieder einen kleinen Gewinn ausweisen. Doch der brachliegende Markt für Solar-Komponenten und -Anlagen hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dazu kommen die 21 Millionen Euro, die Conergy MEMC zahlen muss, um sich aus einem langfristigen und teuren Liefervertrag für den Solarzellen-Grundstoff freizukaufen. Dies und der schwache Solar-Markt treiben das Unternehmen in diesem Jahr ein weiteres Mal tief in die Verlustzone.

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Conergy selbst sieht den Vergleich mit den Kaliforniern aber als Befreiungsschlag. Conergy könne nun den Bedarf an Produktionsmaterialien zu marktgerechten Preisen und frei von den dazu ungünstigeren Vertragskonditionen von MEMC beziehen, erklärte Comberg.

  • 23.10.2012, 05:54 UhrDriagadr

    Gibt's die immer noch. Da denkt man, die sind tot und dann geben doch noch ein Lebenszeichen von sich. Das ist wie in amerikanischen Splatterfilmen, nachdem man dem Amokläufer schon mehrfach ein Messer in den Bauch gerammt hat, er immer noch zum jagen und morden fähig ist.

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