Solarkonzern
Conergy rutscht weiter in die Verlustzone

Der Solarkonzern Conergy ist wegen des Preiskamps in der Branche noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, der Nettoverlust weitete sich auf 20,7 Millionen Euro aus. Ein neuer Vorstandschef ist auch noch nicht gefunden.
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DüsseldorfDer seit Jahren ums Überleben kämpfende Solarkonzern Conergy rutscht wegen des Preiskamps in der Branche immer tiefer in die Verlustzone. Der Nettoverlust weitete sich zu Jahresbeginn drastisch auf 20,7 (Vorjahr: minus 5,1) Millionen Euro aus, wie das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Neben dem Preisdruck im deutschen Markt machen Conergy auch die gesunkene Auslastung seiner Fabrik für Solarmodule in Frankfurt an der Oder und Währungsverluste zu schaffen. Im ersten Quartal fiel deshalb ein Betriebsverlust (Ebit) von 18 Millionen Euro an, nachdem vor Jahresfrist noch ein Gewinn von 300.000 Euro zu Buche stand. Der Umsatz stieg dagegen dank des Auslandsgeschäfte um 8,6 Prozent auf 163,3 Millionen Euro.

Angesichts der Preisdrucks stellt Finanzvorstand Sebastian Biedenkopf das Ergebnisziel für 2011 unter Vorbehalt. Zwar rechne er weiter mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal sei diese Prognose aber mit Unsicherheiten belastet und hänge vom weiteren Verlauf der Marktentwicklung im zweiten Quartal ab. „Die Nachfrage hat im zweiten Quartal zwar angezogen, bleibt aber hinter unseren Erwartungen zurück“, sagte Biedenkopf zu Reuters.

Auf der Suche nach einem neuen Vorstandschef ist der Aufsichtsrat noch nicht fündig geworden, wie Biedenkopf sagte. „Die Position des CEO ist immer noch vakant“. Conergy hatte sich im August 2010 von seinem designierten Firmenlenker Andreas von Zitzewitz getrennt. Der hatte ursprünglich im November Vorstandschef Dieter Ammer im Amt folgen sollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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