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Solarkonzern: Q-Cells in schwerer Finanznot

Mit Q-Cells strauchelt ein weiterer Solarkonzern. Für dieses und kommendes Jahr erwartet das Unternehmen hohe Verluste. Finanzielle Schwierigkeiten bringen das Unternehmen in eine Existenz bedrohende Lage.

Produktionslinie für kristalline Module von Q-Cells im Kreis Bitterfeld-Wolfen): Der Konzern hat Finanzprobleme. Quelle: dpa
Produktionslinie für kristalline Module von Q-Cells im Kreis Bitterfeld-Wolfen): Der Konzern hat Finanzprobleme. Quelle: dpa

Frankfurt/BitterfeldDer Solarkonzern Q-Cells wird im laufenden Geschäftsjahr wie schon 2011 tiefrote Zahlen schreiben. Für 2012 gehe der Vorstand bei einem Umsatz von 865 Millionen Euro von einem operativen Verlust (Ebit) von 90 Millionen Euro aus, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Erst 2014 werde wieder mit einem operativen Gewinn gerechnet, der dann bei acht Millionen Euro liegen solle.

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Zusätzlich bringt ein Gerichtsentscheid Q-Cells in extreme finanzieller Not. Der Konzern hat einen Großteil seines Grundkapitals aufgezehrt, laut der Nachrichtenagentur Reuters mehr als die Hälfte, laut der Nachrichtenagentur dpa das komplette Grundkapital. Deshalb muss er seine Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung einladen, bei der es um die Existenz der Gesellschaft gehen wird.

Zur Restrukturierung seiner Finanzverbindlichkeiten strebt Q-Cells ein zweistufiges Verfahren an. Danach sollen die Inhaber der Ende Februar fälligen Wandelschuldverschreibung, die das Unternehmen nicht stunden kann, eine zeitlich gestaffelte Teilrückzahlung erhalten, im zweiten Schritt sollen die 2014 und 2015 fälligen Wandelschuldverschreibungen mittels eines Schulden- und Kapitalschnitts in Eigenkapital überführt werden.

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Die Aktie von Q-Cells ging daraufhin auf Talfahrt - sie fielen zwischenzeitlich um rund 15 Prozent auf 0,43 Euro. Die Pläne zu einem Kapital- und Schuldenschnitt bei Anleihen verringerten zwar die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz, sagte ein Analyst. Er halte die Umsatzziele des Unternehmens allerdings für sehr ehrgeizig. Außerdem sehe das Management offenbar weniger Raum für Einsparung als er erwartet habe. Im Sog von Q-Cells-Papiere rutschten andere Solarwerte wie Solarworld oder SMA Solar um bis zu 3,5 Prozent ab.

  • 25.01.2012, 01:05 UhrAnonymer Benutzer: Die_Welt_braucht_Erneuerbare

    Sind sie alle von der Atomlobby geimpft? Wir brauchen eine Energiewende und zwar sofort! Es ist ein harter Wettbewerb aber ein paar Deutsche Unternehmen können sich differenzieren und werden überleben. Und die ach so vielen Subventionen hatten Ihren guten Zweck. Nur mit ihr konnte die Energiewende eingeläutet werden. Die Förderung wird doch schon seit Jahren reduziert und dieses Jahr wird schon grid parity erreicht. Die Branche hat dramatisch die Kosten reduziert und ist viel professioneller geworden. Ich habe keine Lust noch 20 Jahre Atom/Kohlestrom zu konsumieren. Ein Blick nach Japan hilft da auch vielleicht.

  • 24.01.2012, 16:12 UhrAnonymer Benutzer: Rene

    Kaufen wir doch lieber die subventionierten Module aus China. Dann profitieren wir einerseits von der chinesischen Subvention und sparen uns darüberhinaus noch die unsrigen...Wie schön einfach es sein kann.

  • 24.01.2012, 15:06 UhrDermaddin

    Sie haben vollkommen recht, nehmen wir lieber saubere Kohle, die muß auch nicht subventioniert werden. Oder Strom aus AKW`S für die es schon eine praktikable Lösung zur Endlagerung des Atommülls gibt. Zumal die auch niemals vom Staat subventioniert wurden. und überhaupt, die Chinesen subventionieren ihre Billigmodule ja schließlich auch nicht...

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