Solarkonzern: SMA rechnet mit weniger Verlust

Solarkonzern
SMA rechnet mit weniger Verlust

Beim hessischen Wechselrichterhersteller SMA sieht es bereits seit längerem nicht gut aus. Auch in diesem Jahr erwartet Vorstandschef Urbon einen Verlust, allerdings einen geringeren als 2014.
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DüsseldorfDer ins Wanken geratene Branchenriese SMA Solar will sich gesundschrumpfen. Der Vorstand erwartet allerdings im laufenden Jahr nochmals einen Verlust, der aber deutlich niedriger als im vergangenen Jahr ausfallen soll, wie der Wechselrichter-Produzent am Freitag mitteilte.

Bei einem Umsatzrückgang auf 730 bis 770 Millionen Euro peilt Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon einen operativen Verlust (Ebit) von 30 bis 60 Millionen Euro an. Um wieder profitabel zu werden, plane er die Fixkosten um mehr als 160 Millionen Euro zu reduzieren, der wie bereits angekündigt auch einen massiven Stellenabbau beinhaltet.

„Dass die Transformation mit einem massiven Personalabbau verbunden ist, bedauern wir sehr“, sagte Vorstandssprecher Urbon. Die Zahl der Mitarbeiter schrumpfte bereits im vergangenen Jahr um mehr als 600 auf nun 5028 Stellen. „Wir haben jedoch keine andere Wahl, da sich für SMA wichtige Absatzmärkte aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen innerhalb von nur 48 Monaten um fast 75 Prozent reduziert haben.“ Seit 2013 sinkt der Zubau vor allem in Deutschland aufgrund verschlechterter Förderbedingungen.

Der Zubau von Solaranlagen in Europa befindet sich bereits seit 2011 auf Talfahrt. Auch 2014 ist der Markt weiter geschrumpft. Sieben Gigawatt Solarkapazität wurden laut einer Erhebung von PV Market Alliance im abgelaufenen Jahr neu installiert. Die Wachstumstreiber der Branche liegen inzwischen woanders. Besonders in China, Japan und den USA wird zugebaut. Auch SMA setzt für die Zukunft vor allem auf das Ausland, inzwischen ist der Anteil auf über 72 Prozent gestiegen.

Im Dezember hatte Urbon seine Jahresziele für 2014 zum zweiten Mal gekappt. Er erwartet damals einen Umsatz zwischen 775 und 790 Millionen Euro statt 850 bis 950 Millionen. Der Verlust werde wohl bis zu 115 Millionen Euro betragen. Im vergangenen Jahr hat die Aktie des Unternehmens fast 70 Prozent an Wert verloren.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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