Solarkrise Schüco gibt Dünnschicht-Standorte auf

„Vollständig und dauerhaft“ sei die Aufgabe der drei Standorte, so der Bauzulieferer Schüco. Grund für die Schließung seien die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen für die Branche.
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Das Bielefelder Testzentrum von Schüco. Quelle: Pressefoto Schüco

Das Bielefelder Testzentrum von Schüco.

(Foto: Pressefoto Schüco)

Bielefeld/GroßröhrsdorfDie Solarkrise hat ein weiteres Unternehmen eingeholt. Die Schüco International KG gibt die Produktion, Forschung und Entwicklung an ihren Dünnschicht-Standorten noch in diesem Jahr „vollständig und dauerhaft“ auf, wie das Unternehmen am Dienstag in Bielefeld mitteilte. Betroffen sind 275 Mitarbeiter. Zuerst wird die Produktionsstätte im sächsischen Großröhrsdorf geschlossen - bereits zum 31. August. Zum 30. September folgt Osterweddingen bei Magdeburg, danach die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Bielefeld am Jahresende.

In Großröhrsdorf bei Dresden sind 143 Mitarbeiter betroffen, in Osterwedddingen bei der Schüco-Tochter Malibu GmbH & Co KG 105 und in Bielefeld 27. Nach Angaben von Schüco erhalten sie eine Abfindung.. Schüco stellt Solarzellen nicht wie meist üblich aus Siliziumkristallen her. Vielmehr wird das Silizium als dünne Schicht auf Glasscheiben aufgedampft. Als Gründe für die Schließung gab Schüco die „weltweit sehr schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Photovoltaikbranche“ an.

  • dpa
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7 Kommentare zu "Solarkrise: Schüco gibt Dünnschicht-Standorte auf"

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  • Schüco geht genauso unter ,wie schlecker!!!!

  • SCHÜCO! Alles Fassade!

  • Lieber Hans,
    noch mal zur Klarstellung! In keinster Weise soll China an den Pranger gestellt werden. Schüco hat 90% seiner Umsätze in der Solarbranche über Kauf und Weiterverkauf von Chinaprodukten erwirtschaftet. Da auf Preisdumping, verursacht durch China, zu schimpfen, ist gelinde gesagt, fraglich. Das gleiche Argument zu benutzen, um den Arbeitsplatzabbau in Deutschland zu rechtfertigen, kann man mit ruhigem Gewissen schon als unmoralisch bezeichnen. Ein Weltkonzern wie Schüco sollte sich seiner gesellschaftlichen Rolle bewusst sein, zumal mit dem Slogan der grünen Energie ständig geworben wurde. Grund für den Abbau von Arbeitsplätzen waren einfach hochspekulative Geschäfte. Ausbaden müssen das die rbeitnehmer in Deutschland. Aber was sind schon 300 Arbeitsplätze im Vergleich zu Umsätzen in Millionenhöhe. Übrigens: Dünnschicht wird nachgefragt. Wenn man aber seine Vertiebstätigkeiten dahingehend so gut wie unter den Tisch fallen lässt, was passiert dann wohl. Wir sehen`s ja!!

  • Eine verständliche unternehmerische Entscheidung - nach Jahren des Mißmanagements die Notbremse ziehen...
    Die Krise ist natürlich schuld, bei einem weiter boomenden Markt und dank Frühstückskartell hohen Preisen hätte man ja weiter wurschteln können. Obwohl in der Dünnschichtnische beim Vertrieb über Mutter (Fenster produzieren Strom - eigentlich 'ne geniale Idee!) bei gutem Management es hätte eigentlich erfolreich sein müssen. Aber Invetitionen in gutes Management und Entwicklung kosten natürlich und erfordern die Bereitschaft ein untermehmerisches Risiko einzugehen.

  • Von wegen falsches Pferd falscher Markt!! der Glauben an den Deutschen Markt, schlechte Marktanalyse. Andere Dünnschicht Firmen verkaufen ja auch!!

  • Bitte nicht alles auf China schieben. Alle Firmen, die im Osten produzieren erhielten viele Millionen Euro an Investitionszulagen ! (Bis zu 50% der Produktionsmittel)Durch die Überförderung, entwickelte sich eine Blase. Schüco hat außerdem das falsche Produkt. Dünnschicht hat kaum Marktanteile ! --> Auf s falsche Pferd gesetzt. Jede Firma die keinen Gewinn erwirtschaftet, verschwindet irgendwann. H.K.

  • Schüco sollte wenigstens ehrlich sein. In den Ruin getrieben wurde die Solarbranche durch Kauf und Verkauf von Chinaprodukten!! Das Gesamtvolumen der Solarbranche in Deutschland belief sich auf unter 10%. Scheiß auf Arbeitsplätze in Deutschland, Von wegen grüne Energie. Stimmt der Gewinn nichr mehr, dann weg mit dem Mist. So läuft das nun mal in unserer Gesellschaft. Nur Geld zählt und nicht Menschen noch Inovation.

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