Solarmaschinenbauer
Roth & Rau-Übernahme dürfte teurer werden

Der Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger bekommt bei seinem Übernahmeversuch für den sächsischen Solarmaschinenbauer Roth & Rau Konkurrenz. Das dürfte zumindest den Preis in die Höhe treiben.
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Düsseldorf

Dem Solarzulieferer Meyer Burger kommt bei seiner geplanten Übernahme des deutschen Wettbewerbers Roth & Rau ein Konkurrent in die Quere: Der Eigentümer der Solartechnikfirma Rena, Jürgen Gutekunst. Der Unternehmer habe angezeigt, seinen Anteil von über zehn Prozent in den kommenden zwölf Monaten weiter ausbauen zu wollen, teilte Roth & Rau am Donnerstag mit.

Damit erhalten Spekulationen über eine Aufstockung des Angebots von Meyer Burger neue Nahrung - zumal auch der Investor KLK Holdings seinen Anteil an Roth & Rau in den vergangenen Tagen auf nunmehr über fünf Prozent ausgebaut hat.

Mit 22 Euro je Aktie bietet Meyer Burger bislang einen Aufschlag von rund 41 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate. Seit Bekanntgabe der Offerte am 11. April notieren die TecDax-Titel allerdings durchweg über 23 Euro.

Die Investition diene Gutekunst zur Umsetzung strategischer Ziele. Das habe der Unternehmer gegenüber Roth & Rau angezeigt, teilte die sächsische Firma mit. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Unternehmenskreisen der Rena erfuhr, soll die Übernahme durch Meyer Burger nicht verhindert werden. Gutekunst sei bereits im März bei Roth & Rau mit über fünf Prozent eingestiegen und habe seinen Anteil aufgestockt, unabhängig von den Übernahmeplänen der Schweizer. Die Beteiligung solle die seit Jahren bestehende gute Kooperation - auch bei Forschung und Entwicklung - untermauern. Jürgen Gutekunst wollte keine Stellungnahme dazu abgeben.

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