Solarmodulhersteller
Aleo Solar tief in roten Zahlen

Der Solarmodulhersteller hat seine Verkaufspreise im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel senken müssen. Das Ergebnis des beispiellosen Preisverfalls ist ein Verlust von mehr als 30 Millionen Euro.
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OldenburgDer Preiskampf auf dem Photovoltaik-Markt hat den Oldenburger Solarmodulhersteller Aleo Solar tief in die roten Zahlen gedrückt. Die Bosch-Tochter wies im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 31,5 Millionen Euro aus. 2010 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 31,8 Millionen Euro erzielt. „Das Jahr 2011 war durch einen in der Photovoltaik-Branche bislang beispiellosen Preisverfall geprägt“, erklärte Vorstandschef York zu Putlitz am Donnerstag bei der Vorlage des Geschäftsberichts 2011. Auch in diesem Jahr rechnet er angesichts des harten Wettbewerbs auf dem Photovoltaik-Markt mit einem negativen Ergebnis.

Vor Zinsen und Steuern wies das Unternehmen, das rund 990 Mitarbeiter beschäftigt, ebenfalls rote Zahlen aus. Das Ergebnis (Ebit) rutschte von 43,0 Millionen Euro auf minus 30,5 Millionen Euro. Der Umsatz sank um 16,6 Prozent auf 461,8 Millionen Euro. Durch ein weltweites Überangebot hätten sich Zellen und Module massiv verbilligt. Die Verkaufspreise hätten im Jahresverlauf um mehr als ein Drittel gesenkt werden müssen, erklärte der Vorstandschef.

Die produzierte und abgesetzte Modulleistung steigerte Aleo Solar dagegen. Mit 303 Megawatt (2010: 267 MW) sei die Produktion deutlich gestiegen. Der Absatz erhöhte sich den Angaben zufolge auf 297 MW (2010: 255 MW).

Mit 223,3 Millionen Euro erzielte Aleo Solar knapp die Hälfte des Umsatzes unter anderem in Italien, Frankreich, Griechenland und Belgien. Als wichtiger neuer Markt sei Großbritannien hinzugekommen. Außerhalb Europas war das Unternehmen vor allem in den USA, Australien, Mexiko und Israel präsent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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