Solarunternehmen
Centrotherm kommt nicht auf Kurs

Für Centrotherm sieht es weiterhin nicht gut aus, der Umsatz hat sich halbiert, aus dem Gewinn ist ein Verlust geworden. Die Prognose für das Solarunternehmen ist denkbar schlecht.
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DüsseldorfDie Solarkrise hat sowohl den schwäbischen Anlagenbauer Centrotherm als auch den US-Konzern First Solar fest im Griff: Beide Firmen verbuchten zum Jahresauftakt rote Zahlen. Der größte Solarmodulbauer der USA erwartet zwar durch Stellenstreichungen und der Aufgabe des deutschen Standortes im Gesamtjahr Besserung, Centrotherm dagegen sieht kurzfristig kein Ende der Misere. "Es ist keine Trendwende in Sicht", betonte Finanzvorstand Thomas Riegler am Freitag.

"Sollte sich nichts Grundlegendes ändern, bleibt 2012 ein schlechtes Jahr." Ein Verlust wäre dann auch im Gesamtjahr unausweichlich. Die Centrotherm-Kunden, die infolge des Preisverfalls rote Zahlen schrieben oder gar pleite seien, hätten kein Geld mehr für Investitionen, erläuterte Riegler das Debakel.

Wie Centrotherm mitteilte, sanken im ersten Quartal die Erlöse um mehr als die Hälfte auf 82,5 (Vorjahr: 189,3) Millionen Euro. Operativ schrieb die lange erfolgsverwöhnte Firma ein Minus von knapp 43 Millionen Euro nach einem Gewinn von 17,7 Millionen vor Jahresfrist. Den Auftragsbestand bezifferte der Vorstand mit 508,2 Millionen Euro, der damit 85 Millionen Euro über dem Wert zum Jahresende 2011 lag.

An der Börse sorgten die Eckdaten für einen weiteren Kurseinbruch. Die TecDax -Titel verloren über 17 Prozent und markierten mit 6,03 Euro ein Allzeittief. Vor einem Jahr wurden sie noch mit mehr als 41 Euro gehandelt und gehörten zu den Schwergewichten in dem Index. "Die Zahlen sind richtig schlecht, eine große Überraschung ist das angesichts der Krise im Solarsektor allerdings nicht", sagte ein Händler. Den Ausblick bezeichnete er als wenig ermutigend.

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