Solarunternehmen
Conergy forciert den Umbau

Das finanziell angeschlagene Solarunternehmen Conergy ist im vergangenen Jahr tiefer in die Verlustzone geraten als erwartet. An den Planungen für das laufende Jahr hält das Unternehmen aber fest. 2009 sollen erste Gewinne eingefahren werden.

FRANKFURT. Der Solarkonzern Conergyplant erst für das Jahr 2009 wieder schwarze Zahlen. "2008 wird das Jahr des Turn-around", sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer bei der Bilanzpressekonferenz gestern in Frankfurt. 2009 werde das Hamburger Unternehmen in die Gewinnzone zurückkehren. Ammer plant einen Gewinn vor Steuern und Zinslasten in zweistelliger Millionenhöhe. "Wir werden uns stärker an der Rendite als am Wachstum ausrichten", gab Ammer die Marschrichtung vor.

Zu ehrgeiziges Wachstum, zu hohe Komplexität und vernachlässigte Kontrolle hatten das Unternehmen im Herbst an den Rand der Insolvenz geführt. Die eingeleitete Umstrukturierung macht nach Aussage von Ammer gute Fortschritte. Er hatte das Unternehmen 1998 mit gegründet und war im Herbst nach der Ablösung des damaligen Chefs und Mitgründers Hans-Martin Rüter vom Aufsichtsrat kommissarisch in den Chefsessel gewechselt.

Für das laufende Jahr plant Conergyein Umsatzwachstum von 706 Mill. auf über eine Mrd. Euro. Belastungen aus der laufenden Umstrukturierung werden das Unternehmen aber weiter in den roten Zahlen lassen. Ammer kündigte einen "erheblichen zweistelligen Millionenverlust" an. So hat Conergy vor allem in der Hamburger Zentrale 550 Stellen gestrichen und beschäftigt derzeit noch 2 300 Personen. Weitere 300 Stellen werden über den angekündigten Rückzug aus unrentablen Arbeitsgebieten wegfallen. Conergywill sich künftig auf die Photovoltaik, also die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie, konzentrieren und daneben nur noch das Geschäft mit der Projektierung von Großanlagen betreiben, diese aber nicht mehr selber bauen. So hat Conergy bereits Randaktivitäten in Belgien, den Niederlanden und Österreich verkauft und steht in weiteren Ländern wie Portugal in Verkaufsverhandlungen. Ammer bezifferte den dadurch entstehenden Umsatzausfall auf rund 150 Mill. Euro.

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