Solarworld und SMA
Solarkonzerne atmen einmal tief durch

Die schwarzen Wolken über der Solarbranche lichten sich etwas: Solarworld und SMA Solar haben zum Jahresauftakt mehr verdient als erwartet. Centrotherm dagegen rutscht immer tiefer in die Krise.
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DüsseldorfDer Solarkonzern Solarworld hat zum Jahresauftakt von einer Sonderkonjunktur vor den anstehenden Förderkürzungen profitiert und mehr verdient als von Experten erwartet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte in den ersten drei Monaten um rund 13 Prozent auf 31,5 Millionen Euro zu, wie der Bonner Konzern am Donnerstag mitteilte.

Netto schrumpfte der Gewinn zwar auf 7,2 Millionen Euro von 12,5 Millionen vor Jahresfrist. Analysten hatten allerdings ein deutlich schlechteres Abschneiden erwartet und ein Ebit von lediglich 4,3 Millionen Euro geschätzt sowie einen Nettoverlust von knapp 13 Millionen Euro. Auch der Solartechnikkonzern SMA Solar hat im Auftaktquartal die Erwartungen übertroffen.

Beim Umsatz verfehlte Solarworld mit 170,5 (Vorjahr: 232,9) Millionen Euro allerdings die Markterwartungen deutlich um mehr als 50 Millionen. Als Grund für die Einbußen nannte Konzernchef Frank Asbeck einen Nachfragerückgang bei Solarwafern, einem Vorprodukt von Solarmodulen. Dagegen sorgten die Förderkürzungspläne der Bundesregierung für Solarstrom für eine Sonderkonjunktur. „In Deutschland war unser Geschäft in den ersten drei Monaten von Vorzieheffekten beeinflusst, die einmal mehr durch die Politik ausgelöst wurden“, kommentierte Asbeck.

Für das Gesamtjahr strebt der Konzernchef unverändert zumindest operativ die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Er rechne zudem mit weiterhin sinkenden Preisen und einem Umsatz unter Vorjahresniveau. Für das Jahr 2013 strebt der Konzern wieder Umsatzsteigerungen und Ergebnisverbesserungen an. Bei der Beurteilung der Risikolage des Konzerns bekräftigte Asbeck, sie sei beherrschbar, aber hoch.

Wegen des Preisverfalls und hoher Abschreibungen hatte Solarworld 2011 bei einem Umsatzrückgang auf rund eine Milliarde Euro einen Fehlbetrag von knapp 300 Millionen Euro verbucht. Operativ lag das Minus bei 233,2 Millionen Euro.

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Centrotherm mit dickem Minus

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