Solarzellen-Hersteller
Ersol muss Prognose senken

Der zum Bosch-Konzern gehörende Solarzellen- Hersteller Ersol hat seine Geschäftsprognose für dieses Jahr deutlich nach unten korrigiert. Das operative Ergebnis könnte gegenüber der Ursprungsprognose auf ein Drittel zusammenschrumpfen.

HB ERFURT. Der Umsatz des Erfurter Unternehmens soll danach nur noch zwischen 330 und 380 Millionen Euro liegen, teilte der Vorstand am Dienstag mit. Ursprünglich waren mehr als 420 Millionen Euro an Erlösen erwartet worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird nur noch bei 30 bis 60 Millionen Euro erwartet und damit unter dem Wert des vergangenen Jahres von fast 71 Millionen Euro. Bisher lag die Ebit-Prognose bei 80 bis 90 Millionen Euro. Im Gegensatz zu allen anderen großen Solar-Unternehmen ist bei Ersol keine Kurzarbeit für die mehr als 1 300 Mitarbeiter geplant.

"Darüber denken wir derzeit nicht nach", sagte eine Ersol-Sprecherin. Auch an den Investitionsplanungen mit dem Bau neuer Werke in Arnstadt halte das Unternehmen fest. "Die Bauarbeiten gehen weiter." Der Vorstand begründete die Rücknahme der Umsatz- und Ergebnisprognose mit einem schwachen ersten Quartal, der zögerlichen Markterholung sowie gesunkenen Preisen für Solarmodule und Zellen. Zudem mache sich die Finanzmarktkrise durch ein schwächeres Projektgeschäft bemerkbar. 2008 hatte die Ersol Solar Energy AG Rekordergebnisse verbucht. Das Ebit hatte sich mehr als verdreifacht, der Umsatz auf 310 Millionen Euro fast verdoppelt.

Im März hatte das börsennotierte Erfurter Unternehmen, das seit dem vergangenen Jahr zum Stuttgarter Bosch-Konzern gehört, ein Investitionsprogramm mit einem Volumen von etwa 530 Millionen Euro gestartet. Bis 2012 sollen neue Fabriken für Zellen und Module sowie weitere 1 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Ein Werk soll nach bisherigen Planungen bereits Anfang 2010 die Produktion aufnehmen.

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