Solon im Visier: Investoren zeigen Interesse an insolventem Solarmodulbauer

Solon im Visier
Investoren zeigen Interesse an insolventem Solarmodulbauer

Hoffnung für Solon: Der insolvente Modulbauer für Soloranlagen stößt bei mehreren Investoren aus dem In- und Ausland auf Interesse. Diese sollen bis Ende Januar ein bindendes Angebot vorlegen.
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DüsseldorfMehrere Investoren haben den insolventen Solarmodulbauer Solon ins Visier genommen. An der Prüfung der Unternehmensunterlagen seien eine Handvoll Interessenten beteiligt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg am Montag mit. Es seien strategische Investoren aus dem In- und Ausland, die aufgefordert seien, bis Ende Januar ein bindendes Angebot vorzulegen. Er sei zuversichtlich, bei der Partnersuche fündig zu werden. „Solon hat eine starke, eingeführte Marke und ein professionelles, funktionierendes Vertriebsnetz“, betonte Wienberg. Daher sehe er Chancen, „einen starken Partner für Solon zu finden, der bereit ist, in die Zukunft zu investieren.“

Die mit 400 Millionen Euro verschuldete Solon hatte nach jahrelangem Überlebenskampf Mitte Dezember schließlich Insolvenz angemeldet. Die vor 15 Jahren in Berlin gegründete Firma, die 1998 nach eigenen Angaben als erstes Solarunternehmen den Börsengang wagte, beschäftigt in Deutschland, Italien und den USA insgesamt 800 Mitarbeiter. Von der Insolvenz betroffen sind die rund 530 Beschäftigten der deutschen Gesellschaften.

Insolvenzverwalter Wienberg erklärte, der Verkauf von Solon-Produkten laufe trotz Insolvenz unverändert weiter. Endkunden, die ab Januar 2012 Photovoltaik-Module von Solon kauften, erhielten eine zusätzliche Sicherheit: Sollte Solon nicht in der Lage sein, die gesetzlichen Gewährleistungspflichten oder zugesagten Garantieversprechen einzuhalten, habe ein internationaler Solar-Konzern zugesagt, diese zu übernehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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