Sonderfaktoren belasten
Coca-Cola hat weniger verdient

Im vierten Quartal 2005 hat der weltgrößte Getränkehersteller Coca-Cola weniger Gewinn als im entsprechenden Vorjahreszeitraum verbucht. Sonderbelastungen schlugen zu Buche, der Umsatz wurde aber gesteigert.

HB ATLANTA/BERLIN. Der weltgrößte Getränkehersteller hat auch im gesamten vergangenen Jahr seinen Umsatz erhöht. Dabei hat sich das Deutschland-Geschäft zusehends stabilisiert und lief vor allem im Schlussquartal erheblich besser, wie das Unternehmen am Dienstag in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) mitteilte. Coca-Cola steigerte den Jahresumsatz um sechs Prozent auf 23,1 Mrd. Dollar (19 Mrd Euro). Der Gewinn erhöhte sich wegen Sonderbelastungen nur um ein Prozent auf 4,9 Mrd. Dollar oder 2,04 (2,00) Dollar je Aktie.

Der Quartalsumsatz stieg um sieben Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar. Coca-Cola verdiente von Oktober bis Dezember 2005 jedoch nur rund 864 Mill. Dollar, 28 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Gewinn je Aktie schrumpfte auf 36 (50) Cent. Ohne Sonderfaktoren hat Coca-Cola die Gewinnerwartungen der Wall Street übertroffen. Das Unternehmen erhöhte den globalen Absatz im vierten Quartal und im Gesamtjahr um jeweils vier Prozent. Dabei konnten auch Preiserhöhungen durchgesetzt werden.

In Deutschland verzeichnete Coca-Cola 2005 insgesamt noch ein Absatzminus von zwei Prozent. Da die eigenen Produkte nach Einbußen wegen des Dosenpfands in die Regale vieler Discounter zurückkehrten, habe sich der Absatz aber in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert. Dieser Trend werde auch für 2006 erwartet. Die beiden Hauptmarken Coca-Cola und Fanta legten im vierten Quartal bereits im mittleren einstelligen Prozentbereich zu.

Konzernchef Neville Isdell bezeichnete 2005 als Übergangsjahr. Das Unternehmen habe ein solides Absatzwachstum verbucht. Das Geschäft in wichtigen Schwellenländern wie China, Russland, Brasilien und der Türkei entwickelte sich besonders gut. In der EU stieg der Umsatz im Gesamtjahr um vier Prozent auf 6,8 Mrd. Dollar und war damit höher als derjenige in Nordamerika (6,7 Mrd Dollar). Der operative Gewinn in der EU legte um 24 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar zu.

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