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Sony, Toshiba, Panasonic: Japanische Elektronikkonzerne jubeln

Die japanischen Elektronikkonzerne Toshiba und Sony haben im abgelaufenen Quartal beide besser verdient als vor Jahresfrist. Sony hat zudem die Prognose fürs Geschäftsjahr schon nach dem ersten Quartal erhöht.

Sonys Blick in die Zukunft fällt wieder positiver aus. Quelle: ap
Sonys Blick in die Zukunft fällt wieder positiver aus. Quelle: ap

HB TOKIO. Die Flaggschiffe der japanischen Unterhaltungselektronik sind wieder auf Gewinnkurs: Die starke Nachfrage nach Flachbildschirm-Fernsehern und Spielekonsolen bescherte Sony im Frühjahrsquartal schwarze Zahlen. Die überraschend frühe Rückkehr in die Gewinnzone veranlasste den Konzern umgehend, seine Jahresprognose nach oben zu schrauben.

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Auch die Konkurrenten Panasonic und Sharp präsentierten in den am Donnerstag vorgelegten Quartalsberichten ein Plus. Panasonic rüstet sich zudem mit milliardenschweren Zukäufen in Energie- und Umwelttechnologie für die Zukunft.

Sony punktete insbesondere mit seiner PlayStation drei und Fernsehern der Edelmarke Bravia bei den Kunden. Zudem trug ein strikter Sparkurs dazu bei, dass der Konzern die Krise nun ad acta legen kann: Im operativen Geschäft verdienten die Japaner 67 Mrd. Yen (rund 590 Mio. Euro) nach einem Verlust von mehr als 25 Mrd. Yen ein Jahr zuvor. Analysten wurden von der Entwicklung auf dem falschen Fuß erwischt, sie hatten noch einen Verlust von 13 Mrd. Yen erwartet. Sony hob seine Prognose für den operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um 12,5 Prozent auf 180 Mrd. Yen an.

Branchenexperten sehen die Bäume für Sony jedoch nicht in den Himmel wachsen: „Der Konzern hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres gute Zahlen hingelegt und mit aggressivem Marketing für die Fernsehsparte gepunktet. Doch bereits im laufenden Quartal dürfte sich das Wachstum angesichts der schwächer laufenden Weltwirtschaft verlangsamen“, warnt Analyst Park Young-Joo von Woori Investment & Securities in Seoul. Auch der anhaltend starke Yen und die südkoreanischen Konkurrenten Samsung sowie LG Electronics dürften den japanischen Elektronikriesen das Leben schwer machen.

Panasonic sucht sein Glück unterdessen in der Offensive und will sich mit milliardenschweren Zukäufen in Energie- und Umwelttechnik breiter aufstellen. Das vor allem als Flachbildschirm-Produzent bekannte Unternehmen plant die Komplettübernahmen des weltgrößten Akkuhersteller Sanyo Electric sowie von Panasonic Electric Works, das auf Haushaltswaren und Beleuchtungsanlagen spezialisiert ist.

Für die nötigen Aktienkäufe will der Konzern 9,36 Mrd. Dollar in die Hand nehmen. Bei der Finanzierung der Einkaufstour soll eine Kapitalerhöhung im Volumen von 5,7 Mrd. Dollar (500 Mrd. Yen) helfen. Im Dezember hatte der japanische Konzern bereits für vier Mrd. Dollar die Hälfte an Sanyo erworben. Künftig sollen auch die Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Solarenergie und Lithium-Ionen-Batterien forciert werden. „Nur mit Audio und visuellem Geschäft sind keine großen Wachstumssprünge drin“, sagt Analyst Kazumasa Kubota von Okasan Securities.

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