Sorgen um die Sicherheit
Staat erwägt Wiedereinstieg bei Bundesdruckerei

Die im Jahr 1994 privatisierte und im Jahr 2000 verkaufte Bundesdruckerei soll zumindest teilweise wieder in den Besitz des Bundes übergehen. Das Unternehmen, das unter anderem Reisepässe und Personalausweise produziert, solle aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nicht vollständig in privater Hand bleiben.

HB BERLIN. Die Bundesregierung steht nach einem Pressebericht kurz vor dem Wiedereinstieg bei der vor einigen Jahren privatisierten Bundesdruckerei. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ will der Bund 25 Prozent der Druckerei zurückkaufen, die unter anderem Reisepässe und Personalausweise herstellt. Als neue Partner aus der Wirtschaft sind unter anderem die Konzerne Siemens und Bosch im Gespräch. Das Bundesinnenministerium bestätigte am Samstag lediglich, dass Gespräche über die künftige Eigentümerstruktur geführt würden.

Die Bundesdruckerei mit Sitz in Berlin war 1994 privatisiert und sechs Jahre später für umgerechnet rund eine Milliarde Euro an eine Fonds-Gesellschaft verkauft worden. Derzeit gehört sie der authentos GmbH, die vom früheren Erwerber apax gegründet wurde. Bereits seit einigen Monaten läuft ein Verkaufsverfahren, das von der Investmentbank Rothschild geführt wird. Als industrieller Partner wurde bislang vor allem der Münchner Geldschein- und Chipdrucker Giesecke&Devrient genannt.

Die Pläne für einen Wiedereinstieg des Bundes werden insbesondere mit Sicherheitsbedenken begründet. Der CDU-Innenexperte Clemens Binninger sagte der „Wirtschaftswoche“, es sei „zwingend notwendig, dass der Staat an einem Unternehmen beteiligt ist, das wichtige persönliche Daten der Bürger bearbeitet und über sicherheitsrelevante Techniken verfügt“.

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