
Boeing hat am Dienstag einen Rekordauftrag der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines für Flugzeuge des Typs 737 erhalten. Es ist der größte Auftrag in der Geschichte von Boeing nach Zahl der bestellten Flugzeuge - 208 - und Listenpreis - fast 19 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro).
Erst im November hatte Boeing einen Großauftrag von der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air im Volumen von 21,7 Milliarden Dollar für 230 Flugzeuge erhalten, doch der Deal ist noch nicht unter Dach und Fach. Southwest ist der beste Boeing-Kunde beim Flugzeugtyp 737. Sie hat mehr als 550 davon und nutzt keine andere Maschine.
Den dritten Riesenauftrag in diesem Jahr hat Singapore Airlines bei Boeing getätigt: Die asiatische Airline hat zum Ausbau seiner Flotte acht Boeing 777-300 geordert. Der Listenpreis betrage 2,3 Milliarden US-Dollar.
Die Flugzeuge sollen 2013 und 2014 ausgeliefert werden. Singapore Airlines fliegt im Moment mit 106 Maschinen mit einem Durchschnittsalter von sechs Jahren und vier Monaten. Das ist nach Angaben des Unternehmens die jüngste Flotte weltweit. Etwa zwei Drittel sind Boeing-Flugzeuge. Singapore Airlines hat 70 weitere Maschinen bestellt, 42 davon bei Airbus.
Noch völlig offen ist, wer von den beiden Erzrivalen Airbus und Boeing den Großauftrag von der US-Fluggesellschaft United Continental über 150 Flugzeuge bekommt. Die größte Airline der Welt wolle mit der Erneuerung der Flotte vor allem Treibstoffkosten sparen.
Der Auftrag habe ein Volumen von rund 15 Milliarden Dollar. Ein Vertragsabschluss sei für Ende des laufenden Jahres zu erwarten. Die Gespräche könnten sich aber auch bis Anfang 2012 hinziehen. Boeing ist bemüht, den Vorsprung, den Airbus derzeit bei den Aufträgen hat, einzuholen. Vergangene Woche verkündete US-Präsident Barack Obama eine große Bestellung aus Indonesien für den Flugzeugbauer aus Seattle.
Naja, wenn Präsident Barack Obama schon selbst als Handelsreisender nach Indonesien unterwegs sein muss, kann man sich ja vorstellen wie "frei" der Markt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist.
Politische Einflussnahme auf allen Ebenen und Hinterzimmerverhandlungen haben das, was früher mal als " Freie Marktwirtschaft" existiert hat, schon längst beendet. Hüben wie Drüben.
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