«Sozialismus auf Vorstandsebene»
Porsche-Chef kann Gehalt weiter geheim halten

Bei Porsche wird es keinen «Sozialismus auf Vorstandsebene» geben. Dafür wollen die Eigentümerfamilien sorgen.

HB BERLIN. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kann davon ausgehen, dass sein Gehalt nicht veröffentlicht wird. Das berichtete der «Spiegel» am Samstag. Demnach haben die Eigentümerfamilien Piech und Porsche Wiedeking zugesagt, auf einer Hauptversammlung die nötige Mehrheit zu organisieren.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte vor einigen Tagen Eckpunkte eines Gesetzentwurfes vorgestellt, der börsennotierte Aktiengesellschaften verpflichten soll, die Vorstandsgehälter einzeln auszuweisen. Das Gesetz soll im Mai ins Kabinett eingebracht und nach der Sommerpause im Parlament verabschiedet werden. Es betrifft knapp 1000 deutsche Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Auch künftig sollen die genauen Gehälter aber geheim bleiben dürfen, wenn es die Anteilseigner auf der Hauptversammlung mit Drei-Viertel-Mehrheit so beschließen.

Die Familien Piech und Porsche halten die Hälfte der Porsche-Aktien. Wiedekings Einkommen wird dem Bericht zufolge auf 15 Millionen Euro im Jahr geschätzt. Anfang des Monats hatte er das geplante Gesetz kritisiert. Mit der Veröffentlichung werde der Sozialismus auf Vorstandsebene eingeführt, meinte Wiedeking. Das zeige sich an den Unternehmen, die bereits die Gehälter veröffentlichen. Sie hätten die Managervergütung weitgehend auf das gleiche Niveau gestellt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%