Sozialplan für AEG-ler: Electrolux bittet sich Bedenkzeit aus

Sozialplan für AEG-ler
Electrolux bittet sich Bedenkzeit aus

Die 1750 Mitarbeiter des vor der Schließung stehenden AEG-Werks in Nürnberg müssen weiter auf einen Sozialplan waren. Eine erste Verhandlungsrunde endete mit der Vertagung.

HB MÜNCHEN. Die Arbeitgeber hätten sich drei Tage Bedenkzeit ausgebeten, um selbst ein Angebot für einen Sozialvertrag vorzulegen, sagte der IG-Metall-Beauftragte Jürgen Wechsler am Montag. Die Gespräche sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Die Gewerkschaft habe ihre Forderungen nach Ersatzarbeitsplätzen, einer Beschäftigungsgesellschaft, Abfindungen in Höhe von drei Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr sowie einer Regelung zu frühzeitigen Pensionierung älterer Mitarbeiter erneuert.

Die Traditionsmarke AEG gehört seit 2004 zu dem schwedischen Hausgerätekonzern Electrolux, der das 83 Jahre alte Werk in Nürnberg Ende 2007 schließen will. Seit Bekanntwerden der Schließungs-Pläne hatten AEG-Betriebsrat und die IG Metall mit Vorschlägen für Einsparungen versucht, das Werk zu retten. Mitte Dezember kam dennoch das endgültige Aus. Es gebe keine Möglichkeit zur Überbrückung der großen Kostenlücke, um die Fertigung in Nürnberg wettbewerbsfähig zu machen, hieß es aus der Konzernzentrale in Stockholm. Electrolux fertigt in Nürnberg Waschmaschinen, Geschirrspüler und Trockner von Marken wie AEG, Electrolux, Zanussi oder Juno. Die Produktion soll nach Italien oder Polen verlagert werden.

Die Mitarbeiter sollen am Dienstag über den Fortgang der Gespräche informiert werden. Dann sind vor den Werkstoren auch Proteste geplant. Die Große Tarifkommission, die über den Sozialplan entscheiden muss, tagt nach Angaben Wechslers am Freitag.

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