Sozialplan für Betroffene
LG.Philips schließt Werk in Aachen

Der Preisverfall für Bildschirmröhren macht dem Elektronikunternehmen schwer zu schaffen. Leidtragende sind 1000 Beschäftigte des Bildröhren-Werks in Aachen: Ihr Standort wird dicht gemacht.

HB AACHEN. Einschnitte seien auch bei der Glasfabrik im britischen Simonstone geplant, wo 265 Arbeitsplätze wegfallen sollen, sagte eine Sprecherin des Gemeinschaftsunternehmens von Philips und LG Electronics am Dienstag in Aachen. Grund für diesen Schritt sei der Preisverfall für Bildschirmröhren. Die Werke sollen bis Mitte kommenden Jahres geschlossen werden.

Im vergangenen Jahr seien die Preise für Bildschirme um 20 % eingebrochen, sagte Geschäftsführer Christoph Klaus. Auslöser für den Preiskampf sei die neue LCD-Technologie. „Die Flachbildschirme haben deutlich schneller Marktanteile gewinnen können als wir erwartet haben“, sagte Klaus. Kompensationsmöglichkeiten der Krise durch Umstrukturierung und Stellenstreichungen seien bereits in den vergangenen Jahren ausgeschöpft worden.

Ein weiteres Problem seien die Überkapazitäten auf dem europäischen Markt. Im vergangenen Jahr habe das Aachener Werk eine Auslastung von nur noch 55 % gehabt. „Wir werden in diesem Jahr nicht mehr profitabel sein“, kündigte der Geschäftsführer an.

„Das ist ein Schock. Es hat Tränen gegeben. Die Leute können das nicht verstehen, dass der Standort wegradiert werden soll“, beschrieb der Betriebsratsvorsitzende Ljubomir Dujkovic die Reaktion in der Belegschaft. Die Schließung werde für die Aachener Region verheerende wirtschaftliche Folgen haben. Sie werde nicht nur die direkt Beschäftigten, sondern auch die vielen Zulieferer treffen.

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