Zum Durchbruch bei den Verhandlungen um einen Interessenausgleich und einen Sozialplan war es in der sechsten Verhandlungsrunde gekommen. Zuvor hatte das Nokia
-Angebot für den Sozialplan noch bei einem Volumen von 70 Mill. Euro gelegen.
Der finnische Handy-Weltmarktführer hatte im Januar angekündigt, die Fertigung aus Bochum ins rumänische Cluj zu verlagern, und damit bei Beschäftigten und in der Politik heftigen Protest und eine Diskussion um Subventionen ausgelöst.
Nach der Einigung auf einen Sozialplan setzt Nokia
auf eine Beilegung des Streits mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung. "Wir hoffen, dass eine Einigung in den kommenden Tagen erreicht werden kann", sagte Nokia
-Vorstand
Veli Sundbäck am Dienstag in Düsseldorf. Das Land fordert von Nokia
die Rückzahlung von rund 60 Mill. Euro Subventionen, da das Unternehmen Zusagen bei der Schaffung von Stellen nicht eingehalten habe. Von der Landesregierung in Düsseldorf war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

