Sozialplan
Kampa verhandelt über Stellenabbau

Deutschlands größter Fertighausbauer Kampa will bei den angekündigten Stellenstreichungen schnell vorankommen. Die Zahl der Baugenehmigungen im Fertigbau sei 2007 dramatisch eingebrochen, hieß es zur Erklärung.

HB MINDEN. „Wir werden die Gespräche zügig und zielorientiert führen“, sagte Kampa-Vorstandschef Elmar Schmidt am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Minden zu den Verhandlungen über einen Sozialplan. Kampa erwarte „erhebliche Kosteneffekte“ aus dem geplanten Stellenabbau sowie aus der vorgesehenen Ein-Marken-Strategie unter dem Label Kampa-Haus. Der Fertighaushersteller will bis zu 200 von 952 Stellen „sozialverträglich“ streichen. Grund sei der drastische Einbruch am Markt für Fertighäuser.

„Der Markt ist 2007 regelrecht zusammengebrochen“, erläuterte Schmidt. Die Zahl der Baugenehmigungen im Fertigbau sank nach Angaben von Schmidt um 47 Prozent, die Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhausbau insgesamt gaben um die Hälfte nach. Erwartet habe Kampa dagegen einen Rückgang um fünf Prozent. Schmidt sprach von „gravierenden Änderungen“ am Markt - nach dem Auslaufen der Eigenheimzulage fielen vor allem junge Familien mit niedrigem Einkommen als Bauherren aus.

Im ersten Halbjahr 2007 war der Auftragseingang bei Kampa um 28 Prozent auf 83,3 Mill. Euro gesunken. Für das laufende Jahr hat Kampa Konzernverluste im „unteren zweistelligen Millionenbereich“ angekündigt. Mitte Juni hatte das Unternehmen seine Umsatzprognose von 175 Mill. Euro auf rund 160 Mill. Euro gesenkt. Im kommenden Jahr peilt das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis an, danach will Kampa wieder Geld verdienen: Für 2009 prognostizierte Schmidt ein deutlich positives Ergebnis.

Kampa gehört seit dem Jahr 2006 mehrheitlich dem Finanzinvestor Triton. Derzeit kommt Triton laut Schmidt auf einen Anteil von gut 67 Prozent.

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