Spanien: Energiekonzern Iberdrola senkt Gewinnziel

Spanien
Energiekonzern Iberdrola senkt Gewinnziel

Der spanische Energieriese Iberdrola erwartet nach dem glanzlosen letzten Quartal 2011 für das laufende Jahr weniger Gewinn. Die schlechten Neuigkeiten beeinflussen auch die Aktie des Unternehmens.
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MadridDie Wirtschaftsflaute hat Spaniens größten Stromkonzern Iberdrola fest im Griff. Nach schwächeren Geschäften im vergangenen Jahr schraubte das Unternehmen am Donnerstag sein Gewinnziel zurück. Gründe seien eine abnehmende Nachfrage im krisengeplagten Heimatmarkt und höhere Kosten für den Ausbau alternativer Energien, erklärte Iberdrola. Das habe im vierten Quartal auch nicht durch gute Ergebnisse im boomenden Schwellenland Brasilien ausgeglichen werden können. 2011 sei der Nettogewinn um 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gefallen und damit auch knapp hinter den Expertenschätzungen geblieben.

Angesichts der Gefahr einer erneuten Rezession in Spanien rechnet der Versorger nun nicht mehr damit, den Gewinn wie zunächst geplant von 2010 bis 2012 jährlich im Schnitt um fünf bis neun Prozent zu steigern und peilt nur noch ein Plus von unter fünf Prozent an. Die Aktie gab rund drei Prozent nach.

Iberdrola hat unter anderem sein Geschäft mit Erneuerbaren Energien ausgebaut und sich zu einem der weltweiten Marktführer bei Windkraft aufgeschwungen, um Rückgänge im traditionellen Geschäft aufzufangen. Allerdings bekommt das Unternehmen zu spüren, dass die spanischen Verbraucher und der Staat im Zuge der Schuldenkrise auch mit Energie immer sparsamer umgehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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