Spanische Autobahnen
Hochtief vor der Milliardenschlacht

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Analyst: Für ACS ein cleverer Deal

Abertis betreibt mautpflichtige Straßen und Autobahnen in Spanien und ist auch in Chile und Brasilien aktiv. Insgesamt umfasst das Straßennetz mehr als 8600 Kilometer in 14 Ländern. Das Unternehmen expandierte in den vergangenen Jahren stark außerhalb Spaniens und ist hochprofitabel. „Für ACS wäre der Kauf ein cleverer Deal, weil das finanzielle Risiko bei Hochtief läge“, so ein Analyst. Das Nachsehen aber hätten die anderen Hochtief-Aktionäre. Seit Beginn der Spekulationen sank der Aktienkurs.

Sollte Atlantis den Zuschlag bekommen, könnte das Unternehmen gemeinsam mit Abertis der größte Mautstraßenbetreiber der Welt werden. Für die mögliche Übernahme hatte die spanische Börsenaufsicht am Donnerstag ihr Okay gegeben.

Damit ein Kauf zustande kommen kann, müssen nach Angabe der Börsenaufsicht mehr als 50 Prozent der Abertis-Anteilseigner der Offerte zustimmen, mindestens 10,1 Prozent müssen mit einer Zahlung von Atlantia-Aktien einverstanden sein. Die Frist für die Annahme endet 15 Kalendertage nach Veröffentlichung des offiziellen Angebots.

Mit einer Gegenofferte würde ACS bewirken, dass das Angebot von Atlantis so lange eingefroren wird, bis die spanische Kapitalmarktaufsicht die Offerte von ACS geprüft hat. Im Fall von Atlantis haben die Aufseher gut drei Monate lang geprüft. Brauchen sie für ACS ebenso lange, würde eine Entscheidung erst Anfang kommenden Jahres fallen. Das würde den Spaniern weiter Zeit geben, bei Fonds für eine Finanzierung zu werben.

Nach den Regeln der Aufseher muss ACS bis Donnerstag, 19. Oktober, ein Gegenangebot abgeben. Abertis selbst hat sich bisher noch nicht zu dem Angebot der Italiener geäußert. In Spanien heißt es, die Regierung in Madrid wolle, dass der wichtige Autobahnbetreiber Abertis in inländischen Händen bleibe und habe bei den spanischen Unternehmen deshalb dafür geworben, ebenfalls ein Angebot abzugeben.

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Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid

Kommentare zu " Spanische Autobahnen: Hochtief vor der Milliardenschlacht"

Alle Kommentare

  • Herr Carlos Santos13.10.2017, 15:01 Uhr
    SPANISCHE AUTOBAHNEN
    Hochtief vor der Milliardenschlacht
    von:
    Maike FreundSandra Louven
    Datum:
    13.10.2017 13:50 Uhr

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    Gleichgültig welche Kaufsumme und wer es erwerben wird :

    ES WIRD EINEN ENORMEN VERLUST GESCHÄFT WERDEN !

    Der KLIMAWANDEL hat keiner der Käufer in seine Kalkulationen einkalkuliert !!!

    Und es wird dann enorme Strassenschäden bringen !

    Und dazu bewegt sich in Europa der Konflikte immer weniger Verkehr !

    Und kommt es zu Unruhen dann bewegt sich gar nichts mehr , aber die Instandhaltungskosten laufen sich dann zusammen und häufen neue Schuldenberge !!!

    Viel Spaß und Viel Glück !
    Freitag der 13ter ein Glückstag für den Kaufinteressenten der zuerst mein Kommentar gelesen hatte ! :-)))



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