Spanischer Energiekonzern präsentiert Abwehrstrategie gegen Gas Natural
Endesa wirbt bei deutschen Investoren

Der spanische Energiekonzern Endesa gibt sich im Kampf gegen die feindliche Übernahme durch Gas Natural siegessicher. „Der Aktienkurs spricht eine klare Sprache“, sagte Finanzvorstand José Luis Palomo im Gespräch mit dem Handelsblatt, „unser Kurs liegt inzwischen über der Übernahmeofferte.“

FRANKFURT/M. Gas Natural könne die Aktionäre offenbar nicht überzeugen. Palomo stellt sich aber auf einen langen Übernahmekampf ein. Bis zu einer Entscheidung könnten fünf Monate vergehen, sagte er.

Gas Natural, Spaniens größter Gaskonzern, hat Endesa, der Nummer eins auf dem Strommarkt, Anfang September eine feindliche Übernahmeofferte im Volumen von 22,6 Mrd. Euro unterbreitet. Das Unternehmen will 21,30 Euro je Endesa-Aktie bezahlen, 65,5 Prozent davon mit eigenen Aktien. An der Börse notieren die Endesa-Titel zur Zeit mit 21,50 Euro, lagen zeitweise aber noch deutlich höher.

Palomo umwirbt in diesen Tagen Investoren in Deutschland. Er präsentiert den führenden Fonds wie Union Investment, Deka oder DWS die Abwehrstrategie des Unternehmens. Rund acht Prozent des Kapitals sind in deutscher Hand. Auf seiner Roadshow war er zuvor bereits in Großbritannien und den USA.

„Das Angebot ist finanziell nicht reizvoll“, sagt Palomo. Die Barkomponente sei zu gering und solle zudem von Endesa selbst finanziert werden. Gas Natural hatte angekündigt, Vermögenswerte des Endesa-Konzerns im Volumen von sieben Mrd. Euro an dessen Konkurrenten Iberdrola veräußern zu wollen. Die Barkomponente liegt mit 7,8 Mrd. Euro nur unwesentlich höher.

„Der Markt spekuliert darauf, dass Gas Natural das Angebot noch nachbessert“, sagt Thomas Deser, Versorgungsexperte bei Union Investment. Er kritisiert, dass Gas Natural einen großen Anteil mit eigenen Aktien bezahlen will.

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