Spanischer Investor
Neues Hindernis für Eon

Der Eenergiekonzern Eon steht immer wieder vor neuen Hürden bei seinen Plänen, beim spanischen Konzern Endesa einzusteigen. Nach Medienberichten prüft jetzt der spanische Investor Manuel Jove einen Einstieg bei Endesa.

HB MADRID. Er könnte Eon damit weitere Steine bei der Übernahme des spanischen Energiekonzerns in den Weg legen. Die Tageszeitung „El Pais“ berichtete unter Berufung auf Endesa nahe stehende Kreise, Manuel Jove erwäge, die Erlöse aus dem Verkauf zweier großer Aktienpakete in den Versorger zu investieren. Jove verkauft derzeit seinen 55-Prozent-Anteil an der Immobilienfirma Fadesa für 2,2 Milliarden Euro. Medienberichten zufolge gibt er auch seinen Fünf-Prozent-Anteil an dem Versorger Union Fenosa ab, der 585 Millionen Euro wert ist.

Für 2,8 Milliarden Euro könnte Jove beim derzeitigen Kurs 7,3 Prozent an Endesa kaufen. Einem Bericht der Zeitung „La Razon“ nach will er mit mindestens fünf Prozent einsteigen. „El Pais“ berichtete, Jove wolle bei Endesa investiert bleiben und nicht an Eon verkaufen. Endesa war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat 37 Milliarden Euro für Endesa geboten und strebt an, mindestens 50,01 Prozent der Anteile zu erwerben. Der Mischkonzern Acciona, der inzwischen 20 Prozent an Endesa hält, stemmt sich allerdings dagegen. Das erschwert es Eon, auf die angestrebte Mehrheit zu kommen.

Zum Zünglein an der Waage könnte die Sparkasse Caja Madrid werden, die mit 9,9 Prozent an Endesa beteiligt ist. Das Magazin „Actualidad Economica“ zitierte Caja-Verwaltungsratschef Miguel Blesa mit den Worten, die 35 Euro je Aktie, die Eon biete, seien „ein guter Preis“. Wenn Gas Natural und Eon als Bieter übrig blieben, sei die Entscheidung als Aktionär klar. Die Offerte von Gas Natural liegt weit unter der von Eon. Die Deutschen könnten ihr Gebot auch noch anheben, sagte Blesa unter Verweis darauf, dass der Aktienkurs von Endesa inzwischen bei 36 Euro liegt.

Der Endesa-Verwaltungsrat trifft sich am Dienstag. Es wird erwartet, dass er sich hinter das Eon-Angebot stellt. Die spanische Börsenaufsicht hat die Offerte in dieser Woche gebilligt. Allerdings müssen zunächst zwei Einsprüche gegen die Offerte von Gas Natural aufgehoben werden, was Justizkreisen zufolge noch Monate dauern kann.

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