Spar-Maßnahmen
Bosch will den Gürtel enger schnallen

Bosch will sich mit großen Ausgaben zurückhalten, nachdem sich der Gewinn im Jahr 2012 halbiert hatte. Um wieder auf die Beine zu kommen, soll vor allem bei Unternehmenszukäufen und den Personalkosten gespart werden.
  • 5

StuttgartSo schlimm soll es nicht nochmal werden. Nach der Halbierung des operativen Gewinns im vergangenen Jahr will der Autozulieferer und Industrieausrüster Bosch seine Kosten drastisch senken.. „Die weiterhin verhaltenen konjunkturellen Aussichten speziell auch im europäischen Markt beschränken 2013 die Wachstumsperspektiven“, heißt es im Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht. Trotzdem will Bosch den Umsatz im laufenden Jahr um drei Prozent steigern. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen hatte sich im Jahr 2012 auf 1,3 Milliarden Euro halbiert und soll nun „erheblich“ steigen. Dazu will Bosch Investitionen und Unternehmenszukäufe „begrenzen“ - und bei den Personalkosten sparen.

Das bekommt auch das Management zu spüren: Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung des im Stiftungsbesitz befindlichen Konzerns mit weltweit 306.000 Beschäftigten schrumpften 2012 um drei auf 15 Millionen Euro. Im Juli hatte Volkmar Denner im Zuge eines Managementumbaus den Chefsessel bei Bosch von Franz Fehrenbach übernommen, der an die Spitze des Aufsichtsrats wechselte.

Die Ergebnisentwicklung sei „unbefriedigend“, räumte der Konzern im Geschäftsbericht ein. Die operative Rendite war binnen Jahresfrist von 5,3 Prozent auf 2,5 Prozent des Umsatzes geschrumpft. Zuletzt wuchsen die Erlöse schwächer als erwartet und wären ohne Wechselkurseffekte sogar geschrumpft. Anhaltende Verluste und Abschreibungen bei der mit Milliardenaufwand zusammengekauften Solarsparte belasten das Ergebnis allerdings weiterhin Wachstum.

Um sich aus eigener Kraft zu refinanzieren, strebt Bosch im Schnitt ein jährliches Umsatzplus von acht Prozent und eine Gewinnmarge vor Steuern und Zinsen von ebenfalls acht Prozent. Diese Ziele würden auch im laufenden Jahr verfehlt, prognostiziert der Konzern.

Seite 1:

Bosch will den Gürtel enger schnallen

Seite 2:

Automobil-Bereich stabil, Solar-Sparte verbrannt

Kommentare zu " Spar-Maßnahmen: Bosch will den Gürtel enger schnallen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Fehrenbach hat längst ausgedient. Noch eine Wirtschafts-ruine mehr in der deutschen Wirtschaft.

    Grosse Klappe - gar nichts dahinter, Herr Fehrenbach.

  • Rexroth - war das nicht auch ein Deal, der sich bis heute finanztechnisch nicht annähernd ausbezahlt hat?

    Weiterträumen Herr Fehrenbach!

    Und bitte weiter in Finanzruinen investieren. Der Wettbwerb freut sich mächtig.

  • Wenn man sich den aktuellen Geschäftsbericht anschaut, fällt auf, daß in der Ägide Fehrenbach/Dais die selbstgesteckten Finanzziele über 10 Jahre (!!!) nicht erreicht wurden.

    Strategisch ist Bosch auch ein Debakel - sowohl Automotive wie auch die Diversifizierungsstrategie. Letzteres Kapitalvernichtung pur.

    In jedem anderen Unternehmen würden solche Topmanager als Flopmanager gebranntmarkt und entfernt.

    Bosch traut sich aber nicht an die eigenen Wurzeln ran.

    Jede Wette, das wird noch übel enden - WEGEN der Kontinuität.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%