Sparkurs ist Voraussetzung für die Umsetzung
EADS beschließt Bau des Airbus A350

EADS hat am Freitag den Bau des Airbus A350 beschlossen. Der Aufsichtsrat des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns einigte sich am Abend auf die Finanzierung des zehn Mrd. teuren Projektes. Die Mittel will EADS überwiegend selbst aufbringen, hieß es in einer Presseerklärung. Zudem sollten neue Partner mit ins Boot geholt werden.

HB PARIS. Die Verwirklichung werde überdies von der erfolgreichen Umsetzung des Sparkurses bei Airbus abhängen. „Der A350 XWB wird das modernste Flugzeug und er wird seinem Konkurrenten einen Schritt voraus sein“, erklärten die beiden EADS-Co-Vorsitzenden Tom Enders und Louis Gallois. Airbus braucht den neuen Langstreckenjet, um im Konkurrenzkampf gegen den Dreamliner 787 von Boeing bestehen zu können. Das Großprojekt könnte Arbeitsplätze in Deutschland sichern, auch wenn sich die französische Regierung für seine Fertigung in Toulouse stark macht.

Die Entscheidung über den Start des A350 XWB (extra wide body) war ursprünglich für Ende November angekündigt. Die Lieferverzögerungen beim Superjumbo A380 haben EADS jedoch tief in die roten Zahlen getrieben, und die industriellen Hauptaktionäre, Daimler-Chrysler (22,5 Prozent) und die französische Lagardère-Gruppe (7,5 Prozent), sollen laut Insiderkreisen zu keinen weiteren Investitionen bereit gewesen sein.

Den Ausschlag für den Bau habe „die starke Nachfrage des Marktes und der starke Rückhalt der Kunden“ gegeben, erklärte Airbus. Der erste Langstreckenjet mit einer Kapazität von bis zu 350 Sitzen solle 2013 ausgeliefert werden. Das ist ein Jahr später als zunächst geplant.

Das Marktpotenzial für das A350-Segment beziffert Airbus auf 5 700 Maschinen in den kommenden 20 Jahren. In der Konzernzentrale in Toulouse wurde potenziellen Kunden am Mittwoch und Donnerstag eine Detailstudie präsentiert.

Der Bau des Langstreckenjets würde auch Arbeitsplätze am Hamburger Airbus-Standort sichern, der wegen des Sparprogrammes im Zuge der A380-Krise unter Druck geraten ist. Eine erste Version des A350 hatte Airbus bereits vor zwei Jahren angekündigt. Dabei handelte es sich jedoch nur um eine Überarbeitung der A330- und A340-Maschinen und das Konzept floppte bei den potenziellen Kunden. In der neuen, im Juli vorgestellten Version hat der A350 XWB ein neues Flügeldesign, einen effizienteren Antrieb und eine größere Kapazität.

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