Sparkurs verschärft
VW-Chefs verzichten auf Gehaltssteigerungen

Kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen bei Volkswagen hat sich das gesamte VW-Management einschließlich des Vorstands bereit erklärt, befristet auf Gehaltssteigerungen zu verzichten.

HB HAMBURG. Demnach soll das Gesamteinkommen der Konzernführung für zwei Jahre eingefroren werden, wenn die Beschäftigten der westdeutschen Werke im Gegenzug die verlangte Nullrunde bei Löhnen und Gehältern akzeptieren. Die IG Metall wies diesen Vorschlag am Freitag zurück. „Eine Nullrunde für die Beschäftigten bei VW kommt nicht in Frage, selbst dann nicht, wenn für das Management eine Nullrunde gefahren würde“, sagte Verhandlungsführer Hartmut Meine. Betriebsratschef Klaus Volkert sagte Reuters: „Wer für die im Tarif beschäftigten Kolleginnen und Kollegen eine Nullrunde fordert, darf sich natürlich selbst nicht ausnehmen.“

Konzernsprecher Dirk Große-Leege hatte zuvor einen Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigt, wonach das Management zu dem Verzicht auf Einkommenssteigerungen bereit sei. Bereits in diesem Jahr wurden die Erfolgsprämien der Vorstände von Europas größtem Autohersteller wegen des rückläufigen Geschäfts um ein Viertel gekürzt, die des Managements um ein Fünftel.

Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte im Frühjahr angesichts eines miserablen Geschäftsverlaufs erklärt, es müsse klar sein, wenn der Konzern weniger verdiene, dann verdiene auch der Vorstand weniger. Während die Einkommen des Managements bereits stärker von der Höhe des Gewinns abhängen, will Volkswagen dies bei den nach Haustarif arbeitenden Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken noch durchsetzen.

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