Sparmodelle liegen vor
Gewerkschaft befürchtet Stellenstreichung bei Pfaff

Der Nähmaschinenhersteller Pfaff will nach Angaben der IG Metall in Kaiserslautern durch Stellenstreichungen und finanzielle Einbußen der Belegschaft massiv Kosten sparen.

HB KAISERSLAUTERN. Damit will Pfaff 9,6 Millionen Euro einsparen. Beim Vorstand lägen derzeit Pläne für zwei mögliche Sparvarianten vor, sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte Norbert Kepp am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der „Rheinpfalz“ (Ludwigshafen). Die erste Variante sehe die Streichung von 150 Arbeitsplätzen sowie die Bereitschaft der übrigen Beschäftigten vor, auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Tariferhöhungen 2006 und 2007 zu verzichten. Im Gegenzug solle es für die verbleibenden 350 Arbeitsplätze eine Beschäftigungsgarantie bis 2009 geben.

Nach der zweiten Variante sollen nach den Worten von Kepp 250 Stellen gestrichen werden und das Unternehmen „in eine unsichere Zukunft“ gehen. Der Aufsichtsrat hatte die Einsparung von 12,2 Mill. Euro im kommenden Jahr verlangt.

Zwischen Gewerkschaft und Pfaff habe es bislang keine Gespräche gegeben, sagte Kepp. „Wenn es ein klares verhandelbares Konzept gibt, werden wir uns Gesprächen nicht verweigern“, sagte er. Der Finanzinvestor GCI hatte das traditionsreiche Unternehmen Ende 2005 übernommen und will es 2007 an die Börse bringen. Als Voraussetzung hatte GCI kürzlich eine operative Rendite von mindestens zehn Prozent genannt. In den vergangenen Jahren fielen operativ Verluste in Millionenhöhe an.

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