Sparprogramm "ForMotion"
"VW hat Ertragswende noch nicht geschafft"

Der Autobauer Volkswagen hat nach Einschätzung des Betriebsrates durch sein Sparprogramm "ForMotion" noch keine Umkehr des negativen Trends erzielt.

HB WOLFSBURG. Trotz positiver Wirkungen in bestimmten Bereichen sei es mit „ForMotion“ noch nicht gelungen, eine „Umkehr des negativen Trends zu erreichen“, sagte Betriebsratschef Klaus Volkert am Mittwoch einer Mitteilung zufolge auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Nun sei das Management am Zug, das Unternehmen in seinen Strukturen und Prozessen „effizienter aufzustellen“.

Bei der Arbeitsorgansisation und der Prozessgestaltung aller traditionellen inländischen Standorte der AG müssten “kreative Standards“ gesetzt werden, von der Logistik über die Produktionslinien und Anlagenbereiche bis zur Lieferung an die Kunden. Mit dem Tarifabschluss und der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung hat Volkswagen nach weiteren Angaben Volkerts eine nachhaltige Kostenentlastung von 1,8 Mrd. € erbracht. Der Betriebsratschef warnte zudem davor, mit „Technik-Verliebtheit auf bestimmten Feldern“ an den Bedürfnissen und den Einkommen der Kunden vorbei zu entwickeln.

VW-Vorstandsmitglied Peter Hartz sagte, dass vor allem die Marken Volkswagen Nutzfahrzeuge und PKW „Sorgen“ bereiten würden. „Die Marke Volkswagen schreibt Verluste“ erklärte er mit Blick auf die ersten neun Monate 2004. Insgesamt hätten sich die Marken des Konzerns in diesem Zeitraum sehr unterschiedlich entwickelt. Für das Gesamtjahr 2004 rechnet Hartz mit einem „leichten“ Volumenwachstum des Weltautomobilmarktes. Für das Jahr 2005 stellte er für die Marke Volkswagen ein „Modellfeuerwerk“ in Aussicht.

Der Gewinn des VW-Konzerns war in den ersten neun Monaten eingebrochen. Hauptgründe sind Absatzprobleme vor allem auf den wichtigen Märkten Deutschland und USA sowie die weiterhin ungünstige Wechselkurssituation wegen des starken Euro. Der Autobauer hatte dennoch an seinem im Juli gesenkten Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 1,9 Mrd. € beim operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen festgehalten.

Mit dem Sparprogramm „ForMotion“ will VW bis Ende 2005 die Kosten um mehr als vier Mrd. € drücken. Allein in den ersten neun Monaten 2004 sind früheren VW-Angaben zufolge 850 Mill. € eingespart worden.

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