Sparprogramm
Lanxess will 1000 Stellen abbauen

Der Chemiekonzern Lanxess hat sich ein neues Sparprogramm verordnet - und verzichtet auf rund 1000 Stellen. Doch damit nicht genug: Die Sparmaßnahmen soll auch der Vorstand zu spüren bekommen.
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Berlin/KölnDer Chemiekonzern Lanxess will rund 1000 Arbeitsplätze streichen. Der bis Ende 2015 geplante weltweite Stellenabbau ist Teil eines neuen Sparprogramms, das das Management am Dienstagabend in Köln bekanntgab. Ziel seien jährliche Einsparungen von rund 100 Millionen Euro ab dem übernächsten Jahr.

Dem stünden Sonderaufwendungen von insgesamt rund 150 Millionen Euro in den Jahren 2013 und 2014 gegenüber. Das Unternehmen teilte ferner mit, eine Reihe von Randgeschäften auf den Prüfstand zu stellen. Für diese Konzernteile - mit einem Umsatz von zusammen 500 Millionen Euro - verfolge Lanxess "strategische Optionen".

Zur Begründung des Restrukturierungsplans verwies der Vorstand auf eine schwierige Wirtschaftslage. "Derzeit wird vor allem das Kautschukgeschäft von einer vorübergehenden Nachfrageschwäche, zunehmendem Wettbewerb und volatilen Rohstoffpreisen beeinträchtigt", hieß es.

Das Investitionsbudget für das laufende Jahr werde auf rund 600 Millionen Euro reduziert. Das Management setzt weiterhin bevorzugt auf organisches Wachstum. Auf mittlere bis lange Sicht plant es allerdings Zukäufe zur Stärkung der Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals.

Lanxess hat derzeit weltweit knapp 17.500 Mitarbeiter. Um die Stellenstreichungen umzusetzen, will Lanxess Vorruhestands- und Abfindungsangebote machen. Zudem werde die variable Vergütungskomponente für dieses Jahr gekürzt. Davon sei auch der Vorstand betroffen.

An der Gewinnprognose für 2013 hält das Unternehmen fest. Ziel ist demzufolge ein operatives Ergebnis (Ebitda) vor Sondereinflüssen von 700 bis 800 Millionen Euro.

Lanxess hatte Anfang August sein Ertragsziel für 2014 wegen der anhaltenden Autokrise in Europa und ausbleibender Signale für eine Erholung aufgegeben. Die angespannte Stimmung in Europa zeige sich auch in anderen wichtigen Märkten wie China und Brasilien, hatte es damals zur Begründung geheißen.

Lanxess ist der weltgrößte Hersteller von Synthesekautschuk und damit besonders abhängig von der Auto- und Reifenindustrie. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes von 9,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr entfiel auf die Autobranche.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Interessant. Da hat ein DAX-Konzern gekalbt und eine monothematische Mißgeburt Lanxess kreiert.
    Nach Jahren stellt man dann dort fest, daß man nun mal endlich und wirklich diversifizieren muß - vielleicht sogar mit Hilfe der Mutter oder einer DAX-Schwester.
    Und viele dumme Aktionäre bewerten diesen Saftladen auch noch mit einem sehr hohen KGV, weil sie die eigentliche Krux immer noch nicht durchschaut haben.
    Ist ein Put wert.

  • Immer das gleiche Spielchen.
    Wenn die Erträge nicht von Außen kommen, weil die Kreativität und ein Mindestmaß an Intelligenz fehlt,
    kommen sie halt von Innen, das ist meistens der bequemste und einfachste Weg. Köpfe müssen rollen, da wirkt schnell und sofort sichtbar. Die sog. Vorstände
    können sich dann an ihre Heldenbrust kloppen und posaunen, wie effektiv sie handeln. Pfui Teufel!

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