Sparprogramm
Merck streicht jede zehnte Stelle

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck setzt nach dem Stellenabbau in der Schweiz nun auch in Deutschland den Rotstift an. Das Unternehmen plant bis Ende 2015 rund 1100 der 10 900 Arbeitsplätze hierzulande zu streichen.
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Frankfurt / Darmstadt Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck baut im Zuge seines massiven Sparprogramms in Deutschland jede zehnte Stelle ab. Bis Ende 2015 will das Unternehmen rund 1.100 der aktuell 10.900 Arbeitsplätze in seinem Heimatmarkt streichen, wie Merck am Dienstag ankündigte. Darauf habe sich der Konzern mit Arbeitnehmervertretern geeinigt.

Die Stellen sollen hauptsächlich über Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme abgebaut werden. Mit Ausnahme von noch zu prüfenden Standortschließungen solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Merck kündigte zudem an, am Firmensitz in Darmstadt und an seinen anderen deutschen Standorten in den nächsten zwei Jahren mindestens 250 Millionen Euro zu investieren.

Der Dax-Konzern soll nach den Rückschlägen in der Pharmasparte und dem Wettbewerb im Geschäft mit Flüssigkristallen auf mehr Effizienz getrimmt werden. Im Frühjahr hatte Merck ein mehrjähriges Spar- und Umbauprogramm vorgestellt. Insgesamt hat der Bayer-Konkurrent für die Restrukturierung seiner Pharmasparte Merck Serono bis 2014 Kosten in Höhe von 600 Millionen Euro eingeplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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