Sparprogramm soll fortgeführt werden
Henkels Waschmittel-Gewinn schnellt in die Höhe

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Quartal 2005 seinen Betriebsgewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten damit übertroffen. „Wir sind gut ins Geschäftsjahr gestartet“, bilanzierte Henkel-Chef Ulrich Lehner am Dienstag in Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. Henkel habe von Januar bis März bei einem Umsatz von 2,737 (Vorjahr: 2,343) Milliarden Euro ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 265 (205) Millionen Euro erwirtschaftet. Die milliardenschweren Zukäufe des Vorjahres hätten dazu „einen wichtigen Beitrag“ geleistet. Netto verdiente Henkel 165 Millionen Euro - 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Betriebsgewinn von 259 Millionen Euro erwartet bei einem Umsatz von 2,774 Milliarden. Der durch Marken wie Pritt und Persil bekannte Konsumgüterhersteller bekräftigte seine Jahresprognose und rechnet weiter mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses - bereinigt um Wechselkurseffekte - „im hohen Zehnprozentbereich“.

Im wichtigen Geschäftsbereich Wasch- und Reinigungsmittel sei das betriebliche Ergebnis um über 50 Prozent auf 107 (70) Millionen Euro in die Höhe geschnellt, teilte der Konzern mit. Mit Ausnahme des Bereichs Konsumentenklebstoffe hätten alle Sparten das Ergebnis gesteigert. Zudem schaffte Henkel bei Waschmitteln Zuwächse im unter der Konsumschwäche leidenden deutschen Markt.

Die von Reuters befragten Analysten prognostizieren auch für das Gesamtjahr 2005 Zuwächse bei Henkel. Konzernchef Lehner wird seine Prognose einer um Wechselkurseffekte bereinigten Steigerung des operativen Ergebnisses im zweistelligen Prozentbereich im Gesamtjahr nach ihrer Einschätzung einhalten können. Für 2005 erwarten die Branchenexperten im Mittel einen Umsatz von 11,479 (10,592) Milliarden Euro, ein Ebit von 1,132 Milliarden Euro nach 800 Millionen im Vorjahr sowie einen Überschuss von 746 (543) Millionen. Aus den Vergleichszahlen sind die Sondereffekte des Jahres 2004 herausgerechnet.

Henkel hatte bereits angekündigt, im Mittelpunkt des Jahres 2005 werde die Integration der milliardenschweren Zukäufe des Vorjahres stehen. Der Konzern hatte unter anderem den US-Konsumgüterhersteller Dial übernommen, es war der größte Zukauf der Firmengeschichte. Henkel hatte zudem ein Sparprogramm eingeleitet, das ab 2007 die Kosten um etwa 125 Millionen Euro jährlich drücken soll. Rund 3000 der weltweit über 50 000 Arbeitsplätze sollen bis 2006 abgebaut werden, hatte Lehner bereits im vergangenen Jahr angekündigt.

Der Henkel-Konzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Ansteigen der Rohstoffkosten zwischen fünf und sechs Prozent. Lehner sagte, Henkel werde sich bemühen, die steigenden Rohstoffkosten durch Preisanhebungen, Prdoukt- und Rezepturoptimierungen sowie Sparmaßnahmen weitgehend zu kompensieren. Preiserhöhungen ließen sich vor allem bei innovativen Produkten gut am Markt durchsetzen.

Zum Jahresende erwarte Henkel eine Absenkung seiner Nettofinanzverschuldung auf etwa 1,4 Milliarden Euro, hieß es weiter. Zum Ende des ersten Quartals hatten diese bei 1,6 Milliarden Euro gelegen.

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