Sparprogramm
United Airlines in Turbulenzen

Die zweitgrößte Fluglinie der Welt wird seine Flotte deutlich verkleinern und Arbeitsplätze abbauen, heißt es in Medienberichten. Die hohen Spritpreise lassen United Airlines offenbar kaum noch Luft zum Atmen.

HB NEW YORK. Angesichts hoher Treibstoffpreise steht den Fluglinien ein hartes Jahr bevor - der Branchenverband IATA verkündete erst in dieser Woche, dass Mehrkosten in Milliardenhöhe auf die Airlines zukommen werden. Wie ernst die Lage tatsächlich ist, wird jetzt bei United Airlines deutlich. Die zweitgrößte Fluglinie der Welt plant nach Medienberichten weitere Stellenstreichungen und eine deutliche Reduzierung seiner Flotte. Wie "Wall Street Journal“ (WSJ) und die Nachrichtenagentur Bloomberg mitteilen, will das Unternehmen bis Ende 2009 die Anzahl seiner Flugzeuge um zusätzliche 70 senken.

Dabei hatte United erst im April eine Reduzierung um 30 Flugzeuge angekündigt. Damals gab die Gesellschaft auch den Abbau von insgesamt 1100 Arbeitsplätzen bis Ende des Jahres bekannt. Zurzeit hat United weltweit noch 52 500 Beschäftigte. hat Laut „WSJ“ könnte das Unternehmen seine jüngsten Pläne am heutigen Mittwoch öffentlich machen. Wie Bloomberg mit Bezug auf einen Insider berichtet, sollen 64 Boeing Co. 737 and sechs Boeing 747 bis Ende 2009 aus der Flotte verschwinden - entweder in dem die Passagiermaschinen verkauft oder zurückgegeben würden. Bis Ende März hatte United 735 Flugzeuge im Einsatz.

United hatte erst vor wenigen Tagen seine Fusionspläne mit dem Konkurrenten US Airways vorerst auf Eis gelegt. Eine spätere Zusammenarbeit wurde jedoch nicht ausgeschlossen. Aus Kreisen verlautete dagegen, dass sich UAL weitgehend über eine Allianz mit Continental Airlines einig geworden sei. Offenbar gibt es für Airlines immer weniger Alternativen zu Sparprogrammen wie dem von United. Denn nach Meinung von Jamie Baker, Analyst von JPMorgan Chase & Co, hat die Anhebung von Flugpreisen und die Einführung zusätzlicher Gebühren nicht den erhofften Effekt erbracht, wie er Bloomberg sagte.

Die Internationale Luftfahrtorganisation IATA hat ihre Prognose für die Branche zum dritten Mal gesenkt und rechnet in diesem Jahr sogar mit einem Verlust. Der starke Anstieg der Treibstoffpreise könnte den Fluggesellschaften ein Minus von 2,3 Milliarden Dollar bescheren. Im April war die IATA noch von einem Gewinn von 4,5 Milliarden Dollar ausgegangen. Im Vorjahr war ein Plus von 5,6 Milliarden Dollar eingeflogen worden.

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