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Windkraft-Konzern streicht 500 Stellen

Der dänische Windkraft-Konzern Vestas will nach der Fusion mit dem Konkurrenten NEG Micon zwischen 400 und 500 Angestellte entlassen. Auch deutsche Standorte sind betroffen.

HB KOPENHAGEN. Vestas, das mit einem weltweiten Marktanteil von 35 Prozent nach der Zusammenlegung der mit Abstand größte Hersteller von Windkraftanlagen ist, bestätigte den Stellenabbau unter den insgesamt 9 200 Beschäftigten am Donnerstag, wollte aber keine Details nennen.

Beide Unternehmen arbeiten seit dem 4. März unter einem Dach und dem Namen Vestas zusammen. NEG Micon als kleinerer der beiden Partner veröffentlichte Mitte der Woche einen Verlust für 2003 von 497,2 Millionen Kronen (66,7 Mio Euro) bei einem Umsatz von 5,3 Milliarden Kronen. Vestas fuhr gleichzeitig mit einem Umsatz von 12,3 Milliarden Kronen einen Gewinn von 401 Millionen Kronen ein.

Für 2004 erwartet Vestas einen Gesamtumsatz von 20 bis 21 Milliarden Kronen. Als wichtigen Grund für die schwache Entwicklung des Windkraftmarktes im letzten Jahr nannte das Unternehmen vor allem „Enttäuschungen“ in Deutschland und Italien sowie eine Halbierung des eigenen Marktanteils von 40 Prozent in den USA. Für das laufende Jahr sei eine „gedämpfte Entwicklung“ auf dem Weltmarkt zu erwarten.

In Deutschland als größtem Windenergie-Markt der Welt ging der Bau neuer Anlagen von 3 250 auf 2 675 Megawatt zurück. Vestas erhofft sich von der Klärung der im letzten Jahr noch unsicheren Gesetzeslage für erneuerbare Energie einen Wachstumsschub auf dem deutschen Markt.

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