Sparprogramm zeigt Wirkung
Lackieranlagenbauer Dürr weiter mit schwarzen Zahlen

Der Stuttgarter Anlagenbauer Dürr hat mit Hilfe seines Spar- und Effizienzprogramms weiter schwarze Zahlen geschrieben und seine Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. Der Gewinn vor Steuern habe im ersten Halbjahr 2004 bei 8,3 Millionen Euro gelegen, teilte Dürr am Freitag in Stuttgart mit.

HB STUTTGART. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte der schwäbische Hersteller von Lackieranlagen und Endmontagebändern für die Autoindustrie noch 11,8 Mill. € Verlust verbucht, war im ersten Quartal 2004 aber in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im zweiten Quartal verbesserte Dürr das Ergebnis vor Steuern auf 4,0 Mill. von 2,7 Mill. € ein Jahr zuvor. Der Halbjahres-Überschuss lag bei 4,6 (minus 6,7) Mill. €.

Zu der Trendwende habe auch der Abbau der Verschuldung und der damit verbundenen Zinskosten beigetragen, hieß es. „Die Ergebnisverbesserungen zeigen, dass wir mit dem Ertragssteigerungsprogramm „Sprint Quadrat' auf dem richtigen Weg sind“, sagte Vorstandschef Stephan Rojahn. Trotz steigender Rohstoffpreise und anhaltenden Preisdrucks habe sich die Bruttomarge leicht verbessert.

Der Konzernumsatz kletterte in den ersten sechs Monaten 2004 um 8,7 % auf genau 1,00 (2003: 0,92) Mrd. €, ohne Währungseffekte wären es sogar 12,7 % mehr gewesen. Alle Konzernsparten verbuchten höhere Umsätze. Der Auftragseingang sank im ersten Halbjahr um 36 % auf 975,0 Mill. €. Der Vorjahreswert war freilich durch einen Lackieranlagenauftrag von GM im oberen dreistelligen Millionenbereich aufgebläht worden. Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 1,39 Mrd. €. Vor kurzem hatte Dürr von Daimler-Chrysler einen Großauftrag über 87 mill. € für Lackieranlagen für ein neues Transportermodell erhalten.

Dürr bekräftigte die Erwartung, dass der Vorsteuergewinn in diesem Jahr höher als die 18,7 Mill. € ausfallen werde, die das Unternehmen ohne die Kosten von „Sprint Quadrat“ 2003 erzielt hätte. Der Konzernumsatz werde allerdings hinter dem Vorjahreswert von 2,3 Mrd. € leicht zurückbleiben.

Am deutlichsten verbesserte sich das Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2004 in der größten Sparte Paint Systems, die den Gewinn in den ersten sechs Monaten auf 16,3 (3,9) Mill. € mehr als vervierfachte. Der Bereich Endmontagesysteme kehrte mit 2,9 (minus 1,4) Mill. € in die Gewinnzone zurück, während die Messtechnik mit minus 5,5 (minus 11,8) Mill. € weiter rote Zahlen schrieb.

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