Sparte „Kion“
Linde will Stapler lieber direkt verkaufen

Linde will durch einen direkten Verkauf seiner Gabelstaplersparte Kion zum reinen Gasekonzern werden: Nach Angaben von Vorstandschef Wolfgang Reitzle favorisiert der Vorstand diese Option gegenüber einem Börsengang. Für Kion soll es vier Interessenten geben, deren Gebote wohl ziemlich nah an den Maximalwert der Sparte heranreichen.

HB WIESBADEN. Aus Verhandlungskreisen war durchgesickert, dass die als Interessenten verbliebenen Private-Equity-Unternehmen mittlerweile Gebote deutlich oberhalb von drei Mrd. Euro abgegeben haben. Da Analysten den Wert der Sparte überwiegend bei drei Mrd. Euro gesehen hatten, zeichnete sich damit bereits ab, dass der gleichzeitig geprüfte Börsengang wohl nicht stattfinden wird. Die Höchstschätzung von Analysten für den erzielbaren Erlös beim Verkauf der Gabelstaplersparte liegt bei vier Mrd. Euro.

Konzernchef Reitzle stellte am Dienstag zugleich die Neunmonatszahlen des Unternehmens vor. Der Umsatz stieg im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres um 15,2 Prozent auf 7,943 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebit) um 31,2 Prozent auf 778 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern habe sogar um 35,4 Prozent auf 451 Millionen Euro zulegen können.

Zu der positiven Entwicklung trug auch die zum 5. September 2006 übernommene britische Gase-Firma BOC bei. „Wir haben das operative Geschäft in allen Bereichen verbessert“, sagte Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle: „Wir sind weiter gewachsen und gleichzeitig profitabler geworden.“ Er sei zuversichtlich, dass dieser Trend anhalte. Reitzle bestätigte den Ausblick des Unternehmens auf das Gesamtjahr. Konzernumsatz und Ergebnis sollen wiederum über den Vorjahreswerten liegen.

In den einzelnen Geschäftsfeldern konnte der Umsatz mit Gasen um sieben Prozent auf 3,571 Milliarden Euro zulegen. Das Ebit in diesem Bereich verbesserte sich nach Konzernangaben in den ersten neun Monaten um 13,9 Prozent auf 581 Millionen Euro. Noch besser schnitt das in der neuen Tochtergesellschaft Kion zusammengefasste Geschäft mit Gabelstaplern ab. Nach Linde-Angaben legte Kion beim Umsatz um 14 Prozent auf 2,902 Milliarden Euro und beim operativen Ergebnis um 31,3 Prozent auf 172 Millionen Euro zu.

Einen Dämpfer erhielt dagegen das Geschäft mit Ingenieurdienstleistungen, das beim Umsatz ein Minus von 3,3 Prozent auf 1,098 Milliarden Euro zu verkraften hatte. Dagegen kletterte der Gewinn in diesem Bereich nach Konzernangaben um 20 Prozent auf 66 Millionen Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%