Sparte Oberflächenschutz wird überprüft: Grafitelektroden von SGL werden vermutlich teurer

Sparte Oberflächenschutz wird überprüft
Grafitelektroden von SGL werden vermutlich teurer

Wegen der anhaltend starken Nachfrage rechnet die Wiesbadener SGL Carbon in diesem Jahr in ihrem Kerngeschäft mit Preiserhöhungen bei Grafitelektroden.

HB FRANKFURT. „Wir sehen weiterhin eine starke Nachfragesituation nach Grafitelektroden in diesem Jahr vor allem mit höheren US-Dollar-Preisen in Nordamerika und Asien“, sagte Konzernchef Robert Koehler am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Euroraum erwartet Koehler nur geringfügige Preiserhöhungen. Grund sei der hohe Euro. Der Weltmarktführer für Grafitelektroden, die für die Elektrostahlproduktion in Hochöfen eingesetzt werden, hatte zuvor die Platzierung einer Hochzinsanleihe im Volumen von 270 Millionen Euro bekannt gegeben. Diese habe eine Laufzeit von acht Jahren und eine Verzinsung von 8,5 Prozent. Die im MDax notierte SGL-Aktie lag am Nachmittag 2,16 Prozent im Plus bei 10,86 Euro.

Die Produktion von Grafitelektroden werde weiterhin gut ausgelastet sein, sagte Koehler weiter. SGL hat derzeit in etwa eine Jahresproduktion von 190 000 bis etwa 200 000 Tonnen. Der SGL-Chef bekräftige zudem Aussagen aus einem vor kurzem stattgefundenen Aktionärstreffen, dass SGL dieses Jahr mit einem nennenswerten Anstieg des Betriebsergebnisses rechne.

Wie der Konzernchef weiter berichtet, werde derzeit die Zukunft der Sparte Oberflächenschutz des Konzern-Bereichs Corrosion Protection analysiert. „Es ist ein regionales und fragmentiertes Geschäft und wir überprüfen es“. In dieser Sparte stellt das Wiesbadener Unternehmen beispielsweise Produkte zur Beschichtung von Behältern sowie Bodenbeschichtungen und Säureschutzkitte her. Bis etwa Mitte des Jahres will SGL hier eine Entscheidung treffen.

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