Spartenverkauf
Jenoptik trennt sich von Weltraumgeschäft

Der ostdeutsche Konzern Jenoptik verabschiedet sich aus dem Weltraumgeschäft. Das Unternehmen verkaufte seine Sparte, die 2009 rund 30 Mio. Euro Umsatz einbrachte, nach einem internationalen Bieterverfahren. Über Käufer und Erlös aus dem Geschäft machte Jenoptik keine Angaben. Die Einnahmen sollen zur Schuldenreduzierung und für kleinere Zukäufe genutzt werden.
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HB JENA. Der Jenoptik-Konzern verkauft sämtliche Geschäftsanteile an seiner Tochter Jena-Optronik, die das Weltraumgeschäft des Konzerns betreibt. Käufer sei ein "global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt", teilte Jenoptik am Sonntag in einer Adhoc-Mitteilung mit. Man habe eine Einigung über alle wesentlichen Vertragsbestandteile erzielt und den Kaufvertrag unterzeichnet. Die Kartellbehörden müssten dem noch zustimmen.

Laut Jenoptik ist der Zuschlag das Ergebnis eines Bieterverfahrens, an dem sich mehrere internationale Luft- und Raumfahrtunternehmen beteiligten. Alle 131 Mitarbeiter der Jena- Optronik GmbH würden vom neuen Eigentümer übernommen. Über den Kaufpreis habe man Stillschweigen vereinbart.

Durch die Einnahme aus dem Verkauf werde sich die Nettoverschuldung des Jenoptik-Konzerns deutlich auf unter 100 Millionen Euro reduzieren, hieß es. Die neuen Mittel wolle man unter anderem nutzen, um "die internationale Präsenz, insbesondere in Nordamerika und Asien, auszubauen und durch ausgewählte Großprojekte und gezielte kleinere Akquisitionen die Profitabilität des Konzerns zu erhöhen".

Das Weltraumgeschäft hatte 2009 rund 30 Millionen Euro zum Umsatz des Jenoptik-Konzerns beigetragen. Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 soll laut Prognose bei knapp 500 Millionen Euro liegen, das Konzern-EBIT mindestens 25 Millionen Euro betragen. Die Ergebnisprognose enthalte keine Erträge aus dem Verkauf des Weltraumgeschäfts, betonte der Konzern.

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