Spartenverkauf rettet Zwischenbilanz
Philips verdient im fortgeführten Geschäft fast nichts

Der Verkauf seiner Halbleitersparte hat dem niederländischen Elektronikkonzern Philips im dritten Quartal ein starkes Ergebnis beschert. Ohne diesen Bonus sieht es aber düster aus.

HB AMSTERDAM. Der Überschuss stieg von 1,4 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 4,2 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dazu trugen 4,24 Mrd. Euro an Sonderposten bei, vor allem durch den Verkauf der Halbleitersparte. Das fortgeführte Geschäft in den anderen Sparten brachte lediglich einen Gewinn von 1 Mill. Euro. Experten hatten mit einem geringeren Gewinnrückgang gerechnet.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) betrug 290 Mill. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten allerdings mit 307 Mill. Euro gerechnet. Auch beim Umsatz blieb Philips unter den Erwartungen: Er habe in dem Vierteljahr 6,31 Mrd. Euro betragen – 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Analysten waren im Median von 6,53 Mrd. Euro ausgegangen.

Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte wäre der Umsatz um 5 Prozent gewachsen. Philips führt dies auf die gute Entwicklung in den Sparten Medizintechnik und Licht zurück. Im mit Abstand größten Konzernbereich Verbraucherelektronik sackte der Umsatz dagegen um 16 Prozent ab.

Philips hatte etwas mehr als 80 Prozent der Halbleitersparte für 6,4 Mrd. Euro an ein Investoren-Konsortium verkauft. Damit trennte sich Philips von fast 40 000 Arbeitnehmern. Der Konzern beschäftigt noch 126 000 Mitarbeiter.

Im laufenden Schlussquartal peilt Philips an, die Margen verglichen mit dem Vorjahr zu verbessern. Außerdem wollen die Niederländer den Kauf der amerikanischen Intermagnetics General abschließen. Sie rechnen mit Integrationskosten von 75 Mill Euro. Der Erwerb soll die Medizintechnik-Sparte stärken. Der Kaufpreis beträgt nach früheren Angaben 1,3 Mrd. Dollar in bar.

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