SPD-Fraktionschef
Struck hält Magnas Opel-Konzeot für sinnvoll

SPD-Bundestagsfraktionschef Peter Struck hat Sympathie für das Opel-Übernahmekonzept des kanadisch-österreichischen Autozulieferers Magna erkennen lassen. Offener auch für Fiat zeigte sich dagegen SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und betonte die Unterschiedlichkeit der Konzepte.

HB BERLIN. "Die Idee von Magna, auf die osteuropäischen Märkte abzuzielen, halte ich jedenfalls für sinnvoll", sagte Struck der Zeitung "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. "Da sind russische Firmen beteiligt, die Opel helfen können." Ob das konkurrierende Konzept des italienischen Fiat-Konzerns tragfähig sei, wisse er dagegen nicht. Welcher Interessent den Zuschlag bekommen solle, könne er "nicht abschließend beurteilen".

Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier legte sich in der "Neuen Ruhr Zeitung/Neuen Rhein Zeitung" vom Samstag auf keinen der Übernahmeinteressenten fest. "Die zwei Konzepte sind sehr unterschiedlich: Fiat setzt auf große Stückzahlen, organisiert in einem Mega-Konzern. Magna setzt vor allem auf die Entwicklung neuer Märkte in Osteuropa, gerade in Russland. Da wäre die Einbeziehung von Partnern vor Ort folgerichtig", sagte Steinmeier.

Beide SPD-Politiker mahnten an, Beschlüsse zur Zukunft von Opel müssten in der großen Koalition gemeinsam gefasst werden. Auf keinen Fall dürfe Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg alleine über einen Opel-Investor entscheiden, sagte Struck. "Das ist ein Fall für die Kanzlerin, den Vizekanzler sowie Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsminister." An Guttenberg appellierte der SPD-Fraktionschef, die Opel-Rettung beherzter als bisher anzugehen. "Er muss allen Beteiligten mehr Druck machen."

Am Freitag war bekanntgeworden, dass die Bundesregierung mit ihrem sogenannten Treuhandmodell zur Rettung von Opel bis zum Einstieg eines erhofften Investoren auf Vorbehalte der USA stößt.

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