Hannover Messe
Pleiten, Pech und Pannen

Nobody is perfect. Die Messe Hannover musste über die Jahre hinweg mit vielen Hindernissen kämpfen und fertig werden. Zum Start der Industrieschau Hannover Messe ein kleiner, unvollständiger Überblick.
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„Eigentlich haben wir schon alles erlebt“, zeigt sich Messechef Wolfram von Fritsch wenige Tage vor dem Start zuversichtlich. Die Katastrophe in Japan belehrte ihn eines Besseren. Doch die Auswirkungen bleiben wohl gering. Das geplante deutsch-japanische Wirtschaftstreffen wird stattfinden; insgesamt gibt es auf der Messe nur 17 japanische Aussteller.

Pleiten, Pech und Pannen haben aber die Veranstaltung fast vom ersten Tag an begleitet, wie ein kleiner, unvollständiger Überblick zeigt.

1948 Gleich die zweite Messe gerät ins Wanken. Hoffnungen, rechtzeitig fertig zu werden, platzen durch einen Streik. Der dritte Hungerwinter in Folge trieb die Arbeiter auf die Barrikaden.

1974 Der Ölpreisschock bringt den Messemotor ins Stocken: Aussteller wie Besucher bleiben weg.

1983 Der Ansturm ist überwältigend. Insgesamt 80 000 Menschen stürmen an einem einzigen Tag die Messe. Die Folge: Die Vorräte an Eintrittskarten reichen nicht aus. Karten müssen nachgedruckt werden.

1986 Wegen des Andrangs wird es künftig zwei Messen geben – die Cebit und die Industrieschau. Doch es droht Ungemach. Halle 11 brennt restlos ab; 280 Firmen verlieren ihre Stände, 22 400 Quadratmeter Fläche fallen aus.

1987 Ein Schneesturm deckt Hannover mit über einem Meter Schnee ein. Die Cebit – erstmals als Alleinveranstaltung – startet dennoch pünktlich. Im Laufe der achttägigen „SchneeBIT“ trotzten rund 406 500 Besucher dem Unwetter.

2010 Erneut spielt die Natur nicht mit. In Island bricht der Vulkan Eyjafjallajökull aus. Wegen der Vulkanwolke können nur 150 000 Besucher anreisen, so wenig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

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