Messe-Chef Wolfram von Fritsch
„China schaut zu allererst auf Deutschland“

Messe-Chef Wolfram von Fritsch will bei der bedeutendsten Industriemesse auf die enorme Bedeutung Chinas aufmerksam machen - nicht als einen messerscharfen Rivalen, sondern als gleichwertigen Partner für Deutschland.
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Handelsblatt: Herr von Fritsch, vor einem Jahr hat die Hannover Messe Ihre Erwartungen "mehr als übererfüllt." Was erwarten Sie für das Jahr 2012 von dem Ereignis?

Wolfram von Fritsch: Vom Turnus her vergleichen wir die Hannover Messe 2012 mit der Veranstaltung aus dem Jahr 2010. Diese Vorveranstaltung werden wir in allen Kategorien, also bei der Zahl der Aussteller, der vermieteten Fläche und bei den Besuchern übertreffen.

Dennoch schreibt die Deutsche Messe rote Zahlen!

Wir haben 2011 mit einem Gewinn von mehr als 20 Millionen Euro abgeschlossen. Wir wachsen in allen Bereichen unseres Unternehmens, im Stamm- und im Neukundengeschäft und haben seit 2008 alle unsere finanziellen Pläne übererfüllt. Zwar ist in diesem Jahr das Ergebnis noch geplant negativ, aber 2013 erzielen wir einen Gewinn und auch 2014 ist mindestens eine schwarze Null geplant.

Wie wollen Sie das schaffen?

Beispielsweise sind wir mit 23 neuen Messen im Ausland binnen zwei Jahren die schnellste deutsche Messegesellschaft, mit der neuen Tochtergesellschaft Deutsche Messe Interactive der Markführer bei digitaler Geschäftsanbahnung im B2B-Bereich und wir haben das Unternehmen komplett entschuldet. Unser Ziel ist es, für den Zeitraum 2011 bis 2014 in Summe einen Gewinn auszuweisen – das schaffen wir.

Die Hannover Messe gilt als Gradmesser für die weltweite Konjunktur der Industrie. Vor einem Jahr sprachen Sie von einem "länderübergreifenden Optimismus", den Sie wahrgenommen haben. Wie schätzen Sie heute die Stimmung in der Branche ein?

Gerade hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zum fünften Mal in Folge verbessert. Der ifo-Index ist im März zum fünften Mal in Folge gestiegen: von 109,7 auf 109,8 Punkte. Die Hannover Messe spiegelt auch das Herz der deutschen Industrie wieder – ein Herz, das gerade bestens schlägt. Der ifo-Index steht für eine stabile deutsche Konjunktur, die sich auch vom Auslandsgeschäft weitere Impulse erwartet.

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