Windkraftanlagen: Alternative Energien sehen sich als Wahlsieger

Windkraftanlagen
Alternative Energien sehen sich als Wahlsieger

Der Windkraftanlagenbauer Nordex setzt auf den Ausstieg aus der Atomenergie. Das Abschneiden der Grünen in Baden-Württemberg kommt für Nordex zum richtigen Zeitpunkt. Und das nicht nur für Nordex.
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Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex verspricht sich vom Ausstieg aus der Atomenergie Rückenwind für sein Geschäft. „Es werden nun Alternativen gesucht“, sagte Vorstandschef Thomas Richterich. Sein Unternehmen steht dazu bereit.

Das gute Abschneiden der Grünen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird aus seiner Sicht den Wandel von konventionellen Energieträgern zu erneuerbaren Stromquellen beschleunigen. Allerdings geht der Schwenk nicht über Nach. Es würden ein bis zwei Jahre vergehen bis sich dies auch in den Auftragsbüchern niederschlage, sagte Richterich bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Und Richterich ist nicht der einzige, der sich nun einen Aufschwung für alternative Energien verspricht.

So hat der Erfolg der Grünen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einen Run auf Aktien von Anbietern alternativer Energien ausgelöst. Die Papiere der Anbieter Erneuerbarer Energien wie Nordex, Solarworld und Q-Cells sprangen bis gegen 11.30 Uhr an der Spitze des TecDax um 11,57, 8,58 und 8,56 Prozent nach oben.

Beflügelt von deutlichen Gewinnen bei den Solar- und Windaktien legte auch der TecDax insgesamt klar zu: Bis zum späten Vormittag klettere der Index der Technologiewerte um 1,1 Prozent auf 916 Punkte. „Angesicht der exzellenten Ergebnisse der Grünen hat sich das politische Machtgefüge verschoben“, schrieben die Experten der Close Brothers Seydler Bank in einem Kommentar. Es sei realistisch anzunehmen, „dass dieser Trend bis zu den nächsten Wahlen andauern wird“. Insofern dürften von den Wahlergebnissen weitere Impulse an die Aktienmärkte ausgehen.

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