Speicherchiphersteller
Qimonda einigt sich mit Arbeitnehmern

Der gebeutelte Speicherchiphersteller Qimonda hat sich mit den Arbeitnehmervertretern auf Details des angekündigten Stellenabbaus geeinigt. In Dresden werden nach Unternehmensangaben vom Montag 950 Arbeitsplätze gestrichen, in München 600.

HB MÜNCHEN. Den Mitarbeitern würden im Zuge des ausgehandelten Sozialplans Abfindungen und eine Transfergesellschaft angeboten, sagte ein Sprecher. Der Stellenabbau soll bis Ende März abgeschlossen sein. Weltweit streicht Qimonda mit 3000 Jobs rund ein Drittel seiner Belegschaft. In den USA sei der Jobabbau schon in vollem Gange, erklärte die Infineon-Tochter weiter. Branchenkreisen zufolge erhielten die Mitarbeiter in Deutschland eine Abfindung von 0,85 Monatsgehältern je Jahr Betriebszugehörigkeit.

Qimonda steckt angesichts des rapiden Preisverfalls bei Speicherchips in einer schweren Krise. Am Montagmorgen teilte die Firma mit, Gespräche mit einem rettenden Investor konkretisierten sich. Sollten die angepeilten Rettungs- und Sanierungspläne allerdings noch scheitern, stehe die Insolvenz bis Ende März ins Haus. Qimonda verabschiedet sich von fast der Hälfte seines Geschäfts, hat zahlreiche Investitionspläne auf Eis gelegt und bereits um Staatshilfe ersucht, um sich zu retten. Der Mutterkonzern Infineon will seiner 2006 abgespaltenen Tochter kein Geld mehr geben.

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