Spezialchemie-Branche
Gewinneinbruch bei Ciba

Die Wirtschaftskrise hat auch den Schweizer Spezialchemiekonzern im Griff. Ciba, das zu rund 95 Prozent dem Ludwigshafener Chemieriese BASF gehört, hat im vierten Quartal bei rückläufigem Umsatz rote Zahlen geschrieben.

HB ZÜRICH. Der Verlust habe sich im Schlussquartal 2008 auf 41 Millionen Franken (etwa 27,25 Millionen Euro) belaufen, nach einem Gewinn von 84 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum, teilte das Basler Unternehmen am Dienstag mit. Als Begründung verwies Ciba auf den Wirtschaftsabschwung, der zu einem dramatischen Nachfrageeinbruch vor allen in den Bereichen Plastic Additives und Coating Effects geführt habe. Eine bedeutende Erholung der Märkte erwartet Ciba trotz gesunkener Rohmaterialkosten nicht vor Ende des Jahres.

Insgesamt fiel der Umsatz im vierten Quartal um 19 Prozent auf 1,282 Milliarden Franken. Darüber hinaus seien weitere Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme durch BASF angefallen.

Bis zu einer vollständigen Übernahme von BASF stünden noch einige regulatorische Zustimmungen aus, hieß es weiter. Ciba geht aber davon aus, diese bis zum geplanten Abschluss der Transaktion im ersten Quartal 2009 zu erhalten. Die Akquisition kostet BASF nach früheren Angaben 6,1 Milliarden Franken (3,8 Milliarden Euro).

Neben dem US-Katalysatoren-Hersteller Engelhard ist Ciba der größte Firmenkauf in der BASF-Geschichte. Mit Ciba will der weltweite Branchenprimus sein Spezialchemiegeschäft ausbauen, das höhere Margen abwirft als das Geschäft mit Massenchemikalien und weniger anfällig ist für Konjunkturschwankungen. Anfang Dezember hatten die Ciba-Aktionäre bereits grünes Licht für die Übernahme gegeben.

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